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W. Sandner
„Gekämpft wird bis zum letzten Mann!“
Sewastopol 1942: Die Festungsbesatzung von „Maxim Gorki I“ im Endkampf gegen Mansteins 11. Armee
64 Seiten
Beschreibung
Im Sommer 1941 geriet Sewastopol, die strategisch wichtige Hafenstadt auf der Krim, im Zuge des deutschen Ostfeldzuges in den Fokus der Kriegsgeschehnisse. Die Stadt war bis dahin zu einer gewaltigen Festung mit zahlreichen Befestigungswerken ausgebaut worden. Zahlreiche Sperrforts und Panzerbatterien mit Geschützkalibern von bis zu 30,5 Zentimetern, meterdicke Panzerkuppeln, fünf Meter dicke Betonwände, 30 Meter tiefe Bunkeranlagen sollten die Stadt schützen, jedes Festungsbauwerk mit eigenem Kraftwerk, Wasserversorgung, Lazarett. Mehrere Verteidigungslinien mit Geschütz- und Granatwerferständen, zahllosen MG-Nestern, Minenfeldern und Stacheldrahtverhauen kamen noch hinzu. Gehalten wurde die Anlage von einer Armee mit 106.000 Soldaten, die über 600 Geschütze und 2.000 Granatwerfer verfügten.
Im Herbst 1941 startete die Wehrmacht ihren ersten Angriff auf die Festung. Dieser mißlang jedoch. Im darauffolgenden Jahr wurde der Angriff wiederholt, diesmal ging die deutsche 11. Armee unter Erich von Manstein gegen die Krimstadt vor. Um das gesetzte Ziel zu erreichen, wurde die größte deutsche Artilleriemassierung des Zweiten Weltkriegs auf die sowjetische Festung angesetzt. Für den Angriff auf Sewastopol wurden großkalibrige Mörser der schweren Artillerie-Abteilung 833 zugeführt. Ziele des Beschusses sollten die Forts 30 und 39 – „Maxim Gorki I“ – sein.
Nach massiven Luft- und Artillerieeinsätzen begann am 7. Juni 1942 der Angriff auf die Verteidigungsringe um die Festung. Doch trotz der verheerenden Zerstörungen vor allem im Stadtgebiet hielt die Abwehrfront der Verteidiger. Die schrittweise Eroberung der Forts glich Himmelfahrtkommandos. Todesverachtend überfielen die Besatzungen die Landser, sprengten sich und ihre Angreifer – wie bei der Sprengung der mächtigen Küstenbatterie „Maxim Gorki I“ – in die Luft. Auch die letztendlich eroberten Forts „GPU“, „Molotow“, „Tscheka“, „Lenin“, „Stalin“, „Molotow“ und „Sibirien“ verteidigten ihre Besatzungen hartnäckig, mit verheerenden Ausfällen auf russischer Seite.
Ein Befehl hatte sie gebunden. Alle Verteidiger unterlagen dem Kommando des sowjetischen Oberkommandos, das die Parole ausgegeben hatte: „Gekämpft wird bis zum letzten Mann!“
Zusätzliche Informationen
Gewicht | 56 g |
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