Flieger – Heft 110

 3.75

D. Köhr

Der Tod kommt aus den Wolken

Luftkrieg 1941: Gefahrvolle Fernaufklärer-Einsätze der Besatzung „Bosse“ über England und Malta

64 Seiten

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Beschreibung

lärungsflugzeuge haben heutzutage taktische und strategische Aufklärung als Auftrag, den nicht nur Flugzeuge wie die Lockheed SR-71, sondern auch Schiffe, Drohnen und Satelliten übernehmen können. Im Zweiten Weltkrieg mußte auf die Bildauswertung zurückgegriffen werden, für die Aufklärungsflugzeuge wie die Do 215, die Junkers Ju 290, die Blohm & Voss BV 138 und auch die Ju 88 zur Verfügung standen. Die Do 215 B-4 war eine kombinierte Bomber-Aufklärer-Version. Sie war mit zwei fest eingebauten Reihenbild­kameras ausgestattet und konnte zusätzlich bis zu 1.000 Kilogramm Bombenlast tragen. Die Ju 88 war vielseitig als Bomber, Fernaufklärer und Nachtjäger einzusetzen. Die Aufstellung von Fernaufklärer-Staffeln war notwenig geworden, weil im Laufe des Krieges immer längere Strecken zurückgelegt werden mußten; dabei drangen die deutschen Flugzeuge bis zur Grenze der Reichweite in den feindlichen Luftraum ein. Am Zielort erwarteten die Flieger nicht nur schwere Flak oder feindliche Jäger, sondern auch Sperrballone, die sich jedoch abschießen ließen. Auch das Wetter spielte eine erhebliche Rolle bei der Aufklärung. Eine dichte Wolkendecke führte nicht zum Erfolg, die Kameras konnten keine aussagefähigen Aufnahmen durch die dichte graue Wolkenschicht machen.

Aber großformatige Luftaufnahmen höchster Qualität bildeten die Grundlage für die Ausarbeitung der Feindinformationen. Für die Angriffsoperationen wurden von den Führungsstäben der deutschen Wehrmacht eine Reihe von Zielunterlagen erstellt. Militärgeographische Angaben, Planstudien und Karten gaben einen ersten Einblick in die Vorhaben des Gegners, einschreiten konnte das deutsche Militär erst, wenn detaillierte Aufnahmen zu den gewünschten Informationen vorlagen.

Daher waren die Piloten nicht nur fliegerisch gefordert, sondern mußten darüber hinaus geographisch und meterologisch ausgebildet sein, um die aufzuklärenden Objekte überhaupt an Land oder auf dem Wasser finden zu können.

Eine solche Fernaufklärungs-Besatzung begleitet der Leser in dem vorliegenden Band nach England und nach Malta. Leutnant Bosse, der Pilot Luger, Bordfunker Lenz und Bildoffizier Hauptmann Pfitzner müssen nicht nur gestochen scharfe, aussagekräftige Bilder von ihren langen Flügen mitbringen, sie müssen jederzeit mit an­wesenden gegnerischen Jägern oder startenden Bordflugzeugen rechnen, die auf sie angesetzt wurden, und mit ihnen kommt der Tod aus den Wolken…

Zusätzliche Informationen

Gewicht 56 g
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