Doppelband – Heft 141

 4.45

M Wallrapp

Die „Hundskrüppl“ von Nowo Troitzkij

Ukraine 1943/44: Die 3. Gebirgs-Division in schweren Kämpfen um den Brückenkopf von Nikopol

130 Seiten

Beschreibung

Nach dem Fall von Saporoschje im Oktober 1943 und dem Errichten eines russischen Brückenkopfes zwischen Dnjepropetrowsk und Krementschug am Südufer des Dnjeprs verschlechterte sich die Lage der deutschen Heeresgruppe Süd weiter. Die sowjetische 51. Armee mit ihrem 19. Panzer-Korps ergoß sich in den freien Raum, die 2. Garde-Armee folgte. Die 6. Armee drohte von den durchgebrochenen schnellen Verbänden der Sowjets überflügelt und eingeschlossen zu werden. Den hier fechtenden Teilen der 6. Armee gelang es, im Raum Cherson über den Fluß zu setzen, andere Verbände zogen sich hinter den Djnepr zurück. Die zuvor in Süd- und Nordgruppe zersplitterten Verbände konnten hier wieder zusammengeführt werden und bauten eine neue Abwehrstellung zwischen der Stadt Nikopol im Norden und der Krim im Süden auf.

Die an der Nordflanke der 6. Armee stehenden Truppenteile erhielten nun einen neuen Auftrag: die Absicherung des für die deutsche Rüstungsindustrie lebenswichtigen Manganerzgebietes von Nikopol. An diesem Punkt der Dnjepr-Front hielten die Deutschen einen kleinen Brückenkopf auf dem Südufer des Flusses, der der Absicherung des Erzgebietes bei Nikopol diente. Gleichzeitig galt der Brückenkopf als Ausgangspunkt, um von dort aus gegen den verlorengegangenen Zugang zur Krim vorzustoßen und die bis an die Dnjepr-Mündung vorgestoßenen Kräfte der Sowjets abzuschneiden und zu vernichten.

Der Kampfraum des Brückenkopfes Nikopol war ein von mehreren Flüssen durchzogenes Gebiet, über das nur wenige Brücken auf das von den Deutschen besetzte Nordufer führten. Die Straßen waren in der Regel unbefestigt und verwandelten sich bei Regen in unpassierbare Schlammlöcher. Zahlreiche Schluchten kennzeichneten das Gebiet ebenso wie stellenweise vollkommen kahle Flächen, über die man den Feind auf große Entfernungen erkennen konnte.

Hier wurde die 3. Kompanie der 3. Gebirgs-Division angesetzt, um die Sicherung des so wichtigen Brückenkopfes zu übernehmen. Major Dudek mit seinen Zugführern Leutnant Tomaschek und Hauptmann Winkelbauer stehen vor der gewaltigen Aufgabe, eine zahlenmäßige Übermacht der Russen monatelang im Kampfraum rund um den Brückenkopf in Schach zu halten. Nach Wochen hinhaltenden Widerstandes ist der Brückenkopf jedoch nicht mehr haltbar. Gurtewoj, Zwetkow, Dnjeprowka, Beloserka, nacheinander fallen die umkämpften Orte in die Hände der Sowjets. Die von Unteroffizier Alois Ofenböck – ein alter Hase der 3. Kompanie – betitelten „Hundskrüppl“ drücken die Gebirgsjäger aus ihren Stellungen, aber die Heeresgruppe Süd will einen längst fälligen Rückzug nicht genehmigen…

Zusätzliche Informationen

Gewicht 95 g
Author: admin