Marine – Heft 55

 2.95

Inkl. 7% MwSt.

Die Steuer wird auf Ihrer beigelegten Rechnung ausgewiesen.

K. Alman

Vom Jäger zum Gejagten

Deutsche U-Boote im Visier alliierter Jagdverbände 1943

64 Seiten

Kategorie:

Beschreibung

Nach dem Sieg der deutschen Wehrmacht über Frankreich trat der Seekrieg gegen England in eine neue Phase. An der französischen ­Atlantikküste entstanden u.a. in Brest, Lorient und St. Nazaire Stützpunkte der deutschen U-Bootwaffe, von denen aus die Schlacht im Atlantik – gegen alliierte Geleitzüge, die die britischen Inseln mit lebenswichtigen Dingen wie Munition, Treibstoff, Lebensmitteln oder Kriegsgerät versorgten – geführt wurde. In der vom Befehlshaber der U-Boote (BdU), Admiral Dönitz, und seinem Stab erdachten „Rudeltaktik“ lauerten die Grauen Wölfe alliierten Konvois in der Weite des Ozeans auf, führten andere in See stehende U-Boote an die Beute heran und griffen sie gemeinsam an. Der Gegner versuchte, eigene Handelsschiffe durch Korvetten und Zerstörer vor den gefährlichen Feinden aus der Tiefe des Meeres zu schützen. Gleichzeitig operierten feindliche Flieger über den Schiffahrtsrouten, um deutsche U-Boote anzugreifen, wo man sie fand. Viel zu selten waren hingegen deutsche Fernaufklärer über dem Meer, um den Booten den Weg zu alliierten Konvois zu weisen.
Die Jahre 1939 und 1940 hatten der deutschen U-Bootswaffe schon große Erfolge gebracht. 1941 nahmen die gegnerischen Schutzmaß­nahmen zu. Die U-Boote trafen kaum noch auf Einzelfahrer, die gegnerischen Ortungsmöglichkeiten wurden besser, die Abwehrmaßnahmen immer ausgeklügelter.
Die Anfangsphase des U-Boot-Krieges wurde von so erfolgreichen Kommandanten wie Günther Prien, Otto Kretschmer und Wolfgang Schepke dominiert. Schepke begann den Krieg als Kommandant von U 3, übernahm später U 19 und fuhr zuletzt auf U 100, ein Boot des Typs VII B. Er versenkte 36 Schiffe mit über 155.000 BRT und wurde mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz ausgezeichnet. Im März 1941 ereilte ihn und seine Besatzung das Schicksal so vieler U-Boot-Fahrer. Durch stundenlange Wasserbombenverfolgung schwer beschädigt, tauchte das Boot auf und wurde von einem Feindzerstörer gerammt und versenkt. Schepke fiel. Nur sechs Überlebende konnten gerettet werden. Auch die Boote von Prien und Kretschmer gingen in diesem Monat verloren. Die restlichen U-Boot-Mannschaften kämpften trotzdem weiter und sollten bis Mai 1943 noch große Versenkungserfolge bringen. Dann mußte die „Schlacht im Atlantik“ von Dönitz abgebrochen werden. Die Verluste waren untragbar geworden. Von 40.000 deutschen U-Boot-Fahrern blieben 30.000 auf See zurück.

 

Zusätzliche Informationen

Gewicht 150 g
Author: admin