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A. Keller
Stützpunkt Olga
Ilmensee 1941/42: Das Infanterie-Regiment 502 im Kampf mit dem russischen 140. Schützenregiment um Wswad
130 Seiten
Beschreibung
Im Januar 1942 brach im Norden der Ostfront die russische Winteroffensive los. Im Abschnitt der 290. Infanterie-Division (ID) durchstieß die sowjetische Winteroffensive die am Südufer des Ilmensee liegende Front, gewann rasch an Raum und kappte die Bahnverbindungen nach Schimsk und Ostaschkow.
Am 6. Januar herrschten in diesem Bereich Temperaturen von unter 40 Grad minus, und es wehte ein eisiger Sturm. Die Eisdecke des Ilmensees war bis zu siebzig Zentimeter dick und konnte selbst tonnenschwere Panzer und andere Gefechtsfahrzeuge tragen. Ziel des Angriffs sollte unter anderem die Gewinnung des für den Nachschub der deutschen 16. Armee äußerst wichtigen Verkehrsknoten- und Versorgungspunktes Staraja Russa sein.
Als am 7. Januar nach Einbruch der Dunkelheit erste Motorengeräusche wahrgenommen wurden und sich Flugzeuge dem Ilmensee näherten, begann ein harter, blutiger Kampf um die kleine Ortschaft Wswad. Noch konnte niemand ahnen, wie wichtig es gewesen war, um den Stützpunkt und seine Vorpostenstellungen zu kämpfen, im nachhinein wurde bekannt, daß dort viele russische Truppen gebunden worden waren, die anderswo fehlten.
Ohne die sonst übliche Artillerievorbereitung war die russische Offensive zwischen Ilmensee und Seligersee losgebrochen. Es war den Sowjets gelungen, die am Ilmensee liegenden deutschen Stützpunkte, die sich entlang dem Ufer und dann in einem nach Südosten abzweigendem Bogen hinzogen, zu umgehen oder in überraschendem Zugriff auszuschalten. Insgesamt sechs sowjetische Armeen setzten sich zwischen den beiden Seen sowie südlich davon in Bewegung und brachten die deutsche Front ins Wanken. Der Hauptschlag der ersten Stunden traf die um Staraja Russa stehende deutsche 18. ID und die in stützpunktartigen Verteidigungsstellungen stehenden Regimenter der 290. ID. Schon früh zeichnete sich ab, daß sich die wenigen in diesem Raum befindlichen deutschen Truppenteile einer solch gewaltigen Übermacht nicht lange erwehren konnten. Aller Schwierigkeiten zum Trotz gelang es einzelnen Stützpunkten, ihre Stellungen in der heranwalzenden roten Flut zu behaupten und somit den Grundstein zur erfolgreichen Verteidigung des für den gesamten Armeeabschnitt wichtigen Verkehrsknotenpunktes Staraja Russa zu legen. Auch die 5. Kompanie des II./IR 502 unter Oberleutnant Hauswanger hatte in Wswad unter schwierigsten Bedingungen die Stellungen gehalten. Als sie kurz vor der Einschließung steht, verlassen die Landser die „Insel im roten Sturm“ über den Ilmensee… 24 Kilometer liegen vor ihnen…
Zusätzliche Informationen
Gewicht | 80 g |
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