Doppelband – Heft 103

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K. Graf

Der Kampf um Schmidt

Hürtgenwald 1944: Kampfgruppe der 116. Panzer-Division verhindern den ungebremsten Vormarsch der Alliierten

 

Beschreibung

Mitte September 1944 überschritten die Verbände der 1. US-Armee die deutsche Reichsgrenze im Raum Aachen. Die schnell vorgedrungenen Truppen der Alliierten hofften nach ihrem beinahe ungebremsten Vormarsch den Rhein noch im Herbst erreichen zu können. Nachdem die Reichsgrenze erreicht und an einigen Stellen überschritten worden war, trafen amerikanische Truppen erstmals auf den zwar nicht mehr armierten, doch noch immer als Bollwerk anzusehenden Westwall. Der war zwar zugunsten des Atlantikwalls jahrelang vernachlässigt worden, doch hier fanden die zurückgehenden deutschen Truppen in der – wenn auch nur notdürftig hergerichteten Widerstandslinie – einen erneuten Halt. Auch auf die heranrückenden feindlichen Verbände hatte der Westwall zunächst einen bremsenden Einfluß. Die Alliierten überschätzen zweifellos den Kampfwert der Bunkerlinie, was den Deutschen zum Vorteil gereichte und ihnen weitere Zeit verschaffte.

In den folgenden Wochen und Monaten kam es vor allem im Bereich des südlich von Aachen gelegenen Abschnittes des Westwalls zu äußerst heftigen und verlustreichen Kämpfen. Die 9. US-Division hatte den Befehl erhalten, den südlich von Aachen gelegenen Hürtgenwald zu durchstoßen und entlang der Rurfront in die Jülicher Börde vorzudringen. Hier stieß die zur 1. US-Armee gehörenden 9. US-Infanteriedivision auf die hier verteidigende deutsche 275. Infanterie-Division (ID). Die Division stand mit anderen Truppenteilen nahe dem auf einer Hochebene gelegenen Ort Schmidt, der den Amerikanern aufgrund seiner Lage als ein strategisch bedeutender Punkt auf ihrem Weg zum Rhein erschien. Aber trotz allen seit dem 6. Oktober anhaltenden Bemühungen, den Ort einzunehmen, blieb der 9. US-Division der Weg nach Schmidt versperrt. Schon Mitte Oktober waren die Verbände der Division vom sich immer weiter versteifenden Widerstand der hier verteidigenden deutschen 275. ID ausgeblutet und mußte ersetzt werden. Das bergige und waldige Gelände ließ die amerikanische Überlegenheit an Kriegsgerät nicht zur Geltung kommen.

Obwohl auf deutscher Seite die Verbände – die 275. ID, die 89. ID, die 12. Volksgrenadier-Division und die 116. Panzer-Division – mittlerweile dezimiert und weit unter Sollstärke waren, schafften es die anrückenden 120.000 GIs, die stark armiert waren, nicht, die deutschen Stellungen im Vorfeld zu vernichten. Der US-Angriff begann planmäßig und gelangte trotz schwerer Verluste am 3. November 1944 über Vossenack bis nach Schmidt und ins benachbarte Kommerscheidt. Aber die deutschen Landser hatten sich in einer Widerstandslinie vor Schmidt festgesetzt und hatten den Befehl, den Durchbruch der Amerikaner zum Rhein zu unterbinden.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 50 g
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