Doppelband – Heft 105

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D. Schwahofer

Feuerwerk der Vernichtung

Rußlandfeldzug 1941: Die Landser des Infanterie-Regiments 51 im wochenlangen Kampf um Tichwin

 

Beschreibung

Nachdem am 16. September die deutschen Panzer-Divisionen der Heeresgruppe Nord vor Leningrad der Befehl ereilt hatte, alle weiteren Angriffe sofort einzustellen und zu neuer Verwendung nach Süden hin abzumarschieren, kam der Angriff auf die Millionenstadt so gut wie zum Erliegen. Um auf seiten der Deutschen eine erfolgversprechende Belagerung durchführen zu können, bedurfte es einer vollständigen Einkreisung aller innerhalb des Kessels stehenden Verbände, die bis dahin nicht erreicht worden war. Schon in relativ kurzer Zeit gelang es den Sowjets, eine, wenn auch in den ersten Monaten der Einkesselung vollkommen unzureichende Versorgung der Stadt und ihrer Verteidiger zu organisieren. Diese erfolgte über den Ladogasee zuerst durch den zur Verfügung stehenden Schiffsraum und ab Anfang Dezember, nachdem die Eisdecke über den See tragfähig geworden war, durch eine eine bis dahin bereits geplante 30 Kilometer lange Eisstraße, die Tag und Nacht von Transportkolonnen befahren wurde. Natürlich wurde diese Versorgungslinie regelmäßig das Opfer deutscher Luftangriffe, doch unterbrochen werden konnte der Zufluß von Nachschubgütern in die Stadt so nicht. Das war auch dem Stab der deutschen Heeresgruppe Nord von Anfang an klar.
Bereits am 20. September 1941 wurden alle weiteren Angriffe auf die Stadt selbst eingestellt. Nicht jedoch die zu ihrer vollkommenen Einschließung nötigen Operationen. Nachdem der eigentliche Angriff auf die Stadt Leningrad durch Erfolge der russischen 52. und 54. Armee zum Stehen gekommen war, versuchte die Führung der Heeresgruppe Nord mit einer Angriffsoperation der 16. Armee den Fall der Stadt auf andere Weise herbeizuführen.
Es entstand der Plan, am Wolchow zum Angriff überzugehen. Der Angriffsschwerpunkt sollte beim XXXIX. Panzerkorps liegen, das den Befehl hatte, sich in den Besitz des wichtigen Verkehrsknotenpunkts Tichwin zu setzen. Unter den Truppen befand sich auch das Infanterie-Regiment 51, das den Sturm auf Tichwin unterstützen sollte. Währenddessen sollte das I. Armeekorps den Wolchow abwärts in Richtung ­Südufer des Ladogasees angreifen, um ihn in Besitz zu nehmen. Sollten diese weittragenden Operationen gelingen, dann würde Leningrad tatsächlich von allen weiteren Nachschubverbindungen abgeschnitten sein. Doch um dieses Ziel zu erreichen, war die Zeit bereits mehr als knapp geworden. Längst hatte der Spätherbst mit seinen Regenfällen eingesetzt und verzögerte den Vormarsch. Noch schlimmer trafen die vorrückenden Truppen die ersten Frosteinbrüche, die schnell dafür sorgten, daß der Nachschub an Winterkleidung und Verpflegung ganz zusammenbrach. Die hartnäckig Widerstand leistenden Russen brannten jetzt ein Feuerwerk der Vernichtung über den Landsern ab… nicht nur Tichwin stand in Flammen…

Zusätzliche Informationen

Gewicht 150 g
Author: admin