Originalband – Heft 308

 3.25

A. Buchner

Die Männer der „Armee Wenck“

Kalatsch 1942: Kampfgruppen unter Oberst Wenck verteidigen vier Wochen lang die Don-Tschir-Front

64 Seiten

Beschreibung

Die Soldaten, von deren Kampf im vorliegenden Band die Rede ist, gehörten seit dem 9. Juli 1942 zu der neugebildeten Heeresgruppe B, die zum Wolga-Knie bei Stalingrad vorstieß, um diese wichtige Transport-route zu unterbrechen. Die Heeresgruppe A war zu einer Operation auf den unteren Don und den Kaukasus mit dem Endziel angesetzt worden, die Ölquellen am Kaspischen Meer zu gewinnen. Die Heeresgruppe Nord belagerte Leningrad. Die Heeresgruppe Süd hatte im September 1941 mit der Kesselschlacht von Kiew einen Erfolg errungen, der dem Todesstoß für die Rote Armee gleichzukommen schien. Mittlerweile waren 1.000.000 Rotarmisten in Gefangenschaft geraten, gewaltige Mengen an Kriegsmaterial waren erbeutet worden. Verbände der Wehrmacht strebten danach nach Süden, erreichten das Asowsche Meer und besetzten Rostow, durchstießen die Landenge von Perekop und eroberten die Halbinsel Krim.

Nach den schweren Winterschlachten wälzte sich die deutsche Kriegs­maschinerie weiter nach Osten vor, und wieder reihte sich ein spektakulärer Erfolg an den anderen. Im Mai wurde die Halbinsel Kertsch zurückerobert, und während der Schlacht von Charkow gerieten im gleichen Monat wiederum 240.000 russische Soldaten in deutsche Gefangenschaft. Nach der Zerschlagung einer sowjetischen Gegenoffensive trat die Heeresgruppe Süd aus dem Raum östlich von Charkow–Kursk zu jenem unter der Bezeichnung „Operation Blau“ durchgeführten Großangriff an, in dessen Verlauf der Donez und der Don erreicht wurden. Und dann kam jener 24. Juli 1942, an dem die Heeresgruppen A und B den Marsch zur Wolga und zum Kaukasus antraten…

Im Frühjahr 1942 schien es für die deutschen Soldaten in der Donsteppe, an Tschir und Donez noch keine Hindernisse zu geben. Ihre Kameraden von der 6. Armee standen zu dieser Zeit zwar in schweren Kämpfen, aber ein Sieg würde errungen werden, schließlich gehörten sie zu einer bewährten Armee, die seit Juni 1941 von Sieg zu Sieg geeilt war. Daß der Vorstoß am Tschir enden würde, ahnte noch niemand, auch nicht Oberst Walther Wenck, der an die gefährdete Tschir-Front gerufen wird. Mittlerweile war die Rote Armee am 19. November 1942 durch die Front der rumänischen 3. Armee gebrochen, wodurch die Gefahr einer Einkesselung der 6. Armee und der 4. Panzer-Armee bei Kalatsch bestand.

Der Personalstand der schnell improvisierten „Armee Wenck“, die den feindlichen Vorstoß aufhalten soll, ist bunt gemischt: Straßen- und Brückenbaupioniere, aus dem Urlaub und Lazaretten kommende Infante­risten und Panzermänner, Polizei, Reichsbahnbedienstete, Werkstattkompanien, Feldeisenbahner, Reichsarbeitsdienstmänner, Feldgendarmerie, Baugruppen – sie stellen sich der Roten Armee entgegen… diese Männer wachsen im Winter 1942/43 über sich hinaus…

Zusätzliche Informationen

Gewicht 56 g
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