Marine – Heft 108

 3.95

K. Kollatz

Sprengkommando Waal

Niederlande 1944: Kampfschwimmer im Einsatz gegen die Rhein-Brücken in Nimwegen

64 Seiten

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Beschreibung

Die deutsche Kriegsmarine war im September 1939 nicht für einen Krieg mit Großbritannien gerüstet. Die Anzahl ihrer Boote und Schiffe war viel zu gering, um es mit der größten Seemacht der Welt aufzunehmen. Als einziges Mittel, um einer drohenden Seeblockade der Royal Navy wie im Ersten Weltkrieg zu begegnen, galt die U-Bootwaffe. Ihre Operationen waren es, die nach Aussagen hochrangiger englischer Politiker nach 1945, den Briten schlaflose Nächte bereiteten.
Die Zeit ihrer großen Erfolge war allerdings im Jahre 1944 vorbei. Die Verluste waren dank neuer technischer Entwicklungen etwa auf dem Radar-Gebiet so groß geworden, daß der U-Boot-Krieg zeitweise ausgesetzt wurde, um die Besatzungen zu schonen.
Eine neue Generation von U-Booten (Typen XXI und XXIII) sollte den Seekrieg revolutionieren. Sie waren durch einen neuartigen Antrieb praktisch nicht hörbar. Die Schnorcheltechnik erlaubte es den Booten, ständig unter Wasser zu bleiben. Allerdings war die deutsche Wirtschaftskraft durch die alliierten Bombenangriffe nicht mehr in der Lage, genügend Boote dieses neuen Typs frontreif zu bekommen.
Und noch etwas anderes hatte die Aufmerksamkeit der Kriegsmarine geweckt. Der Bündnispartner Italien hatte sich als wahrer Experte in der Herstellung von Kleinkampfmitteln gezeigt. Die 10. Flottille (Decima Flottiglia MAS) war eine äußerst effektive Spezialeinheit. Sie setzte unkonventionelle Waffen wie Kleinst-U‑Boote mit einem Torpedo oder mit Sprengladungen ausgestattete Motorboote ein, um feindliche Überwasserschiffe anzugreifen. Auf deutscher Seite griff man dieses Verfahren schließlich auf. Und hier setzt der vorliegende Band ein. Die Geschichte umspannt die Entstehung der Kleinkampfverbände der deutschen Kriegsmarine, die ab 1944 in der Torpedo-Versuchsanstalt Eckernförde Torpedos, Kleinst-U-Boote, Schnellboote und auch Trägertorpedos entwickelte. Auch die Ausbildung von Kampfschwimmern wurde intensiviert, um Operationen unter Wasser ausführen zu können.
Von diesen Kampfschwimmern ist im Band die Rede. Ihre Einsätze werden anhand von zwei Kampfgruppen nacherzählt, die 1944 zwei Brücken in Nimwegen mit Minen sprengen sollen.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 56 g
Author: admin