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B. Wagner
Im Wettlauf auf die Düna
Polozk 1941: Die 6. Infanterie-Division erkämpft den Dünaübergang und rückt auf Moskau vor
72 Seiten

Beschreibung
Am 22. Juni 1941 war die Wehrmacht zum Angriff auf die Sowjetunion angetreten. Schon in den ersten Stunden des Feldzuges brachen die Spitzen der drei Heeresgruppen durch die sowjetischen Grenzbefestigungen, stießen schnell ins Hinterland vor und kesselten gegnerische Verbände ein, die an der Grenze und im Hinterland zum Deutschen Reich aufmarschiert waren. Zehntausende von feindlichen Soldaten gingen in den folgenden Tagen in Kriegsgefangenschaft, unermeßliche Mengen an Kriegsmaterial wurden erbeutet oder vernichtet. Schier unaufhaltsam stießen deutsche Soldaten nach Osten vor, alle Widerstände überwindend, die sich ihnen in den Weg stellten. Doch die Weite des Raumes entpuppte sich bald als Problem. Die motorisierten Verbände waren weit vorausgeprescht. Die Spitzen mußten immer häufiger warten, damit die nachfolgenden, zu Fuß marschierenden Infanteristen und der bespannte Troß aufholen konnten. Noch konnten die Pausen von der Wehrmacht genutzt werden, die Landser für den Ernstfall zu schulen, weil es nur zu kleineren Scharmützeln kam. Waren die rückwärtigen Verbände heran, ging es weiter nach Osten, so daß die 6. Infanterie-Division (ID) schließlich Mitte Juli in den Raum Polozk vorstieß. Die Stadt mußte fallen, damit der Vormarsch über die Düna-Brücken fortgesetzt werden konnte. Polozk lag auf beiden Seiten des Flusses Düna. Am Flußübergang befand sich eine russische Festung, die die Brücken schützen sollte, um den Weg für eigene Truppen offenzuhalten und für feindliche zu sperren. Wer diese Brücken beherrschte, der kontrollierte auch die gesamte Umgebung. Es gab natürlich weitere Flußquerungen, die aber für motorisierte Verbände aufgrund der geringen Traglast als unpassierbar galten. Schwerpunkt der Operationen waren die großen, stabilen Brücken, über die Panzer, Artillerie und schweres Gerät rollen konnten. Die Hauptkampfzone bei Polozk erstreckte sich auf ein Gebiet von mehr als 35 Kilometern Länge. Seine Tiefe lag bei beachtlichen zwölf Kilometern. Dieser Raum mußte überwunden werden, um den Vormarsch nach Osten fortsetzen zu können. Und genau das hatten die Deutschen vor. Daß die Rote Armee dies verhindern wollte, lag auf der Hand. Ein Wettlauf auf die Düna-Brücken begann…

Zusätzliche Informationen
| Gewicht | 80 g |
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