Großband – Heft 148

 3.95

W. Sandner

Winter-Tragödie

Moskau 1941: die Panzergruppen 2 und 4 verteidigen den Kliner Bogen gegen die russische 32. Schützen-Division

72 Seiten

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Beschreibung

Moskau 1941. Es ist fast geschafft. Die deutsche Wehrmacht ist bis auf 30 Kilometer an die russische Hauptstadt herangerückt und steht – zumindest auf den militärischen Karten der Generalstäbler – kurz vor der Einnahme. Ist Moskau genommen, fällt Rußland, so die einhellige Meinung in den Führungsstäben des Oberkommandos. Bialystok, Minsk, Smolensk, Uman und Kiew waren schon in gewaltigen Kesselschlachten gefallen, jetzt sollte Moskau folgen.

Aber die Bedingungen haben sich drastisch geändert. Zwar hatte die Rote Armee große Verluste hinnehmen müssen, aber geschlagen war sie nicht; dem neu ernannten Oberbefehlshaber der sowjetischen Westfront war es unter einer enormen Kraftanstrengung gelungen, die Verteidigung Moskaus neu zu organisieren. Zudem setzte die Rote Armee erstmals frische Elitetruppen aus Sibirien ein. Sie waren im Dezember aus dem Militärbezirken Amur und Chabarowsk herangeführt worden. Die mit großer Todesverachtung kämpfenden Sibirier und die erstmals in geschlossenen Verbänden eingesetzten Panzer vom Typ T 34 konnten die körperlich und materiell ausgebrannten deutschen Angriffsverbände in einer dreigliedrigen Befestigungslinie vor der Hauptstadt stoppen.

Auch das Wetter spielte in die Hände der Verteidiger: ein Krieg unter den Bedingungen des russischen Winters war in den Plänen des Oberkommandos des Heeres nicht vorgesehen, aber genau das geschah: Nach einer „Schlammschlacht“ im Herbst folgte ein Krieg bei Temperaturen unter 40 Grad; verlustgeschwächt und abgekämpft, ohne ­passende Kleidung, ohne für diese Temperaturen geeignetes Material, ohne Nachschub…

Und noch etwas hatte sich geändert: Die Rote Armee bediente sich jetzt der Taktik und Vorgehensweise der deutschen Armee, deren Führungsspitzen im fernen Berlin weiterhin der Meinung waren, der Gegner sei am Ende und eine Frühjahrsoffensive würde die Wende bringen. Noch immer unterschätzte die deutsche Führung die Widerstandskraft der Roten Armee, die vor allem aus den ungeheuren Produktionsleistungen der Rüstungsindustrie und dem schier unerschöpflichen Menschenreservoir resultierte.

Die große Gegenoffensive vor Moskau leitete am 5. Dezember 1941 das Ende des deutschen Vormarsches ein: 106 sowjetische Großverbände, darunter 21 Divisionen aus Gebieten jenseits des Ural, traten gegen die deutschen Landser an… Der Leser erfährt vom Sterben des Ostheeres auf den folgenden Seiten. Ob General oder Gefreiter, Sanitäter oder Arzt, Feldmarschall oder Generalstabschef, alle werden in dieser eiskalten Winterschlacht an die Grenzen ihres Einsatzwillens getrieben…

Zusätzliche Informationen

Gewicht 80 g
Author: admin