Flieger – Heft 118

 3.95

D. Köhr

Den 100fachen Tod im Schacht

Luftkrieg zwischen amerikanischen Bombern und deutschen Nachtjägern in der Reichsverteidigung 1943/44

64 Seiten

 

 

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Beschreibung

Am 27. Januar 1943 hatte eine US-amerikanische Bomberflotte Wilhelmshaven bombardiert. Das war der erste Angriff der US-Luftstreitkräfte auf Ziele im Deutschen Reich gewesen. Ab diesem Zeitpunkt sah sich die deutsche Luftwaffe einer stetig wachsenden alliierten Luft­offensive ausgesetzt. Britische und US-amerikanische Bomberverbände flogen nun im 24-Stunden-Betrieb Angriffe gegen deutsche Städte und Industriezentren – nachts das britische Bomber Command mit Flächenbombardements, tagsüber die US Air Force mit präziseren Zielattacken. Die Zivilisten in der Heimat bekamen den Vernichtungswillen des Gegners nun mit voller Wucht zu spüren, wie etwa bei der Operation „Gomorrah“ im Juli/August 1943, dem Luftangriff auf Hamburg, bei dem über 40.000 Menschen getötet wurden.
Insbesondere ab 1944 begleiteten langstreckenfähige US-Jagdflugzeuge die alliierten Bomber bis tief ins Innere Deutschlands und machten den deutschen Abfangjägern erhebliche Schwierigkeiten. In immer grö­ßerer Zahl sanken die deutschen Städte in Schutt und Asche, während Wirtschaft und Transportsystem, wenn überhaupt, nur zeitweise beeinträchtigt waren. Die Luftwaffe stemmte sich dem Bomberstrom mit aller Kraft entgegen und entwickelte neue, leistungsfähigere Flugzeugtypen oder spezialisierte Nachtjäger. Aber der Verlust erfahrener Flugzeugführer ließ sich nur schwer wettmachen.
Nachtjäger und Bomber-Piloten – ihr Aufeinandertreffen endete zumeist blutig. Blutig für die deutsche Bevölkerung sowie für die Flugzeugbesatzungen beider Seiten. Zwei dieser gegnerischen Besatzungen begleitet der Leser im vorliegenden Band. US-Captain Charlton und seine Besatzung fliegen 1943 mit ihrer „Fortress“ Einsätze über Deutschland und 1944 über der Normandie. Sie treffen dabei auf ihre Gegner Leutnant Götz von Machwitz und Leutnant Manfred Brückner, ihres Zeichens Nachtjäger. Ihre Maschine: eine Me 110; sie war neben der deutlich moderner konstruierten Junkers Ju 88 der wichtigste Nachtjäger der Luftwaffe.
Mit ihren Flugeigenschaften war sie den viermotorigen Feindbombern überlegen. Außerdem verfügte sie über Radargeräte, mit denen sie ihre Gegner in der Dunkelheit der Nacht aufspüren konnte, aber gegen die britischen Mosquitos“ und die amerikanischen B-26 und B-17 konnte auch sie letztendlich nichts mehr ausrichten…

Zusätzliche Informationen

Gewicht 56 g
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