Flieger – Heft 117 (Kopie) (Kopie)

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N. Clausen

Flakfeuer über Kronstadt

Das Stukageschwader 2 „Immelmann“ im Einsatz gegen die Rote Flotte in der Kronstädter Bucht 1941

64 Seiten

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Beschreibung

Im August 1941 erreichte die deutsche Wehrmacht Leningrad. Am 8. September 1941 blockierten deutsche und finnische Truppen Leningrad und den Hauptstützpunkt der Baltischen Flotte – Kronstadt. Seit dem 21. September 1941 flog die III. Gruppe des Stukageschwaders 2 (3./StG 2) „Immelmann“ fast pausenlos Angriffe gegen die im Hafen von Kronstadt stationierten sowjetischen Schlachtschiffe „Marat“ und „Oktoberrevolution“. Von Kronstadt, auf der Insel Kotlin, westlich Leningrad gelegen, operierten die beiden Schlachtschiffe mit ihren weitreichenden 30,5-cm-Geschützen zur Unterstützung der eigenen, schwer ringenden Truppen. Gleichzeitig fügten sie den deutschen Angriffsverbänden auf den Duderhofer Höhen und bei Peterhof erhebliche Verluste zu. Außerdem war der Hafen von Kronstadt die letzte Basis, die der sowjetischen Flotte in der Ostsee zur Verfügung blieb. Die deutschen Stuka-Angriffe mit allen Maschinen der I. und III. Gruppe des StG 2 sollten die Baltische Flotte in Kronstadt und Leningrad ausschalten. Dabei mußten die deutschen Stuka-Verbände die massierte russische Flakabwehr im Hafen rings um Leningrad und Kronstadt sowie auf den sowjetischen Kriegsschiffen überwinden.

In den fast einwöchigen Gefechten konnten die deutschen Kampfflieger beide Schlachtschiffe ausschalten, zwei Kreuzer versenken und einen schwer beschädigen. Zahlreiche andere Kriegsschiffe, aber auch Tanker und Frachter, sowie Kraftwerke, Artillerie- und Flakstellungen fielen den Angriffen ebenfalls zum Opfer.

Die Versenkung der „Marat“ gelang dem berühmtesten Flieger des Zweiten Weltkrieges, Hans-Ulrich Rudel. Er konnte die entscheidende Bombe anbringen, die die Panzerung durchbohrte und schließlich im Inneren des Schiffes explodierte, was zur Detonation der Munition des ersten Turms des Hauptkalibers führte.

Ein entscheidender Schritt war für die Einnahme der zweitwichtigsten Stadt der Sowjetunion und der Vernichtung der russischen Ostseeflotte getan. Aber Leningrad war nicht schutzlos, im Gegenteil. Viele Flieger wurden Opfer des starken Verteidigungsringes mit Marine- und Eisenbahnbatterien rund um die Stadt. Erst im Oktober 1941 entkam das III./StG 2 dem Flakfeuer über Kronstadt…

Zusätzliche Informationen

Gewicht 56 g
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