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H. Lobenstein
Der Vernichtung entronnen
Ostfront, Juli 1943: Eine Kampfgruppe des GrenadierRegiments 61 kämpft sich zur Hagen-Stellung durch
130 Seiten
Beschreibung
Im Sommer 1943 hielten die russischen Verbände einen 120 Kilometer nach Westen vorspringenden Balkon, in dessen Mittelpunkt der Verkehrsknotenpunkt Kursk lag. Diesen Frontvorsprung zu beseitigen und die dort stehenden sowjetischen Verbände in einem großen Kessel einzuschließen und zu vernichten, war die Absicht der deutschen Führung, die der großen Sommeroffensive den Namen ,,Zitadelle” verlieh.
Am 5. Juli 1943 begann diese letzte große Offensive an der Ostfront. Ein letztes Mal wurden massive Panzerverbände auf deutscher Seite zusammengezogen und in diese gewaltige Schlacht geführt, von deren siegreichem Ausgang sich die Wehrmachtführung eine Wende im Krieg an der Ostfront erhoffte.
Aber die sowjetischen Streitkräfte waren auf den von deutscher Seite immer wieder verschobenen Angriff bestens vorbereitet und hatten im Laufe der Monate davor ein dichtes Netz an Stellungssystemen und Bunkeranlagen geschaffen, die es den Angreifern von Anfang an unglaublich schwer machten, den massierten Aufmarsch gewinnbringend zu nutzen und den notwendigen Raumgewinn zu erkämpfen.
So blieb der von Norden her vorgetragene Angriff der dort angesetzten deutschen Verbände bereits nach zehn Kilometern in der zähen Abwehr der sowjetischen Geschütze stecken, während es die von Süden her angreifenden Einheiten schafften, sich 35 Kilometer tief in die Verteidigungsanlagen der Rotarmisten hineinzukämpfen. Zwischen den beiden Zangenarmen, die sich ostwärts von Kursk vereinigen sollten, lagen zu diesem Zeitpunkt noch immer gute einhundert Kilometer Entfernung.
In dieser Phase der Kursker Schlacht holten die Russen am 12. Juli 1943 zum Gegenschlag aus. Die Brjansker Front unter Generaloberst Popow griff im Raum Orel mit zwei Armeegruppen ostwärts und nördlich von Orel die Stellungen der deutschen 2. Panzerarmee an, stieß in wenigen Tagen in einer Tiefe von bis zu 22 Kilometern weit vor, was zur Folge hatte, daß Generalfeldmarschall von Kluge den Abbruch des Unternehmens „Zitadelle” und die sofortige Rücknahme der im Raum Orel stehenden Verbände befahl. Nur durch einen schnellen Rückzug unter teilweise großen Verlusten an Soldaten und Waffen konnte sich der Großteil der Heeresgruppe Mitte hinter die noch östlich von Brjansk verlaufende „Hagen-Stellung” retten. Mitten in diesen Rückkämpfen muß eine Kampfgruppe des Grenadier-Regiments 61, die gerade mit allerletzter Kraft der Vernichtung in der Schlacht um Kursk entronnen ist, auf sich allein gestellt den Durchbruch zur „Hagen-Stellung” ausfechten.
Zusätzliche Informationen
| Gewicht | 80 g |
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