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B. Wagner
Der Fels in der Brandung
1939–1945: Mit dem Infanterie-Regiment 55 an den Brennpunkten der West- und Ostfront
130 Seiten

Beschreibung
Gehofft und geträumt hatten die Landser des Infanterie-Regiments (IR) 55 – geträumt von einem kurzen Kriegseinsatz, von großen Siegen, von einem schnellen Kriegsende… Das Jahr 1940 tauchte in ihren Träumen gar nicht auf. Erstmals eingesetzt 1938 in Österreich, war die Hoffnung 1939 groß, daß ein Krieg noch vermieden werden konnte, aber die Politik entschied anders. Der 17. Infanterie-Division unterstellt, machte es den Polen- und den Frankreichfeldzug mit und ging im Oktober 1940 ins Winterquartier. Niemand rechnete damit, jemals einen Fuß ins russische Reich zu setzen, auch Feldwebel Bergheim nicht, Zugführer im IR 55.
Ihn begleitet der Leser durch sechs Jahre Krieg, Jahre, die nicht unterschiedlicher sein konnten.
In Erinnerungen rückblickend erzählt Feldwebel Bergheim die Geschichte seines Regiments, die 1939/40 so hoffnungsvoll begonnen hatte. Anfangs mit vollem Elan in die Feldzüge gehend, mit Zuversicht und dem Glauben, den Feind immer und überall besiegen zu können, wechselt die Euphorie der Landser in reinen Zweckoptimismus nach den ersten verlorenen Schlachten in Rußland – letztendlich wird sich auch die Rote Armee geschlagen geben müssen.
Aber die Landser des Infanterie-Regiment 55, seit 1942 umbenannt in Grenadier-Regiment 55, müssen sich nach Kämpfen am Ingul, am Bug und am Dnjestr belehren lassen, daß sich die Rote Armee nicht mit den Mitteln der vorherigen „Blitzkriege“ bezwingen läßt.
Die Infanteristen machen die Erfahrung, daß weder das Wetter noch der Gegner in Rußland berechenbare Faktoren sind. Eine Kampfführung kann hier nicht von „oben“ gelenkt werden, hier muß an vorderster Front entschieden werden. Eine Tatsache, die in den Jahren 1941–1944 aber nicht beherzigt wird, halten und zurückerobern wird laufend gefordert. Bergheim, mittlerweile Leutnant der Reserve, erzählt in seinen Erinnerungen von diesen oft aussichtslosen Kämpfen, während das IR 55 einen Brückenkopf in Nikopol halten soll. Auch aus dem Brückenkopf setzt sich die 17. Infanterie-Division viel zu spät ab, und muß, bevor sie das Westufer erreicht, herbe Verluste hinnehmen. 1944 zählt die Kompanie von Bergheim statt 120 Mann nur noch elf. Und dieser Krieg wird noch ein Jahr lang fortgeführt, bis das IR 55 im Januar 1945 im Weichselbogen vernichtet wird. Aber bis dahin bleibt Bergheim für seine Kameraden der „Fels in der Brandung“, der mahnt, daß die Gefallenen nicht umsonst gestorben sein dürfen…

Zusätzliche Informationen
| Gewicht | 80 g |
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