Doppelband – Heft 157

 4.95

L. Vrba

Alles hat einmal ein Ende

Volturno 1943/44: Die Infanterie-Divisionen 65, 94 und 305 sollen den Vormarsch der Alliierten auf Rom stoppen

130 Seiten

Beschreibung

Im Spätjahr 1943 und in der Folgezeit glich das Vorgehen der alliierten Streitkräfte auf dem italienischen Kriegsschauplatz trotz erdrückender Überlegenheit an Menschen und Material durchaus keinem „Spaziergang“ zum endgültigen Sieg. Konnten schon die Landungen in Sizilien im Juli 1943 und die rund zwei Monate später erfolgte Operation bei Salerno südlich von Neapel nur unter schmerzlichen Verlusten durchgeführt werden, so wurde der weitere Kampfweg der amerikanischen, britischen und französischen Verbände in Richtung Rom zu einem Opfergang. Das Vorhaben, den „italienischen Stiefel“ gewissermaßen von unten her aufzurollen, stieß besonders im Bergland südostwärts der Hauptstadt seitens der deutschen Verteidiger auf einen Widerstand, der letzten Einsatz erforderte. Besonders im Volturno-Tal und danach beim Kampf in Richtung Cassino, wo die flankierenden, zu Bastionen ausgebauten Höhenzüge zuweilen unüberwindbare Hindernisse darstellten. Die deutschen Soldaten, die hier den Auftrag hatten, die gegnerische Lawine zu stoppen, standen dennoch auf verlorenem Posten. Sie wußten es, oder sie ahnten es zumindest. Trotzdem erfüllten sie ihre Pflicht, harrten in Stellungen aus, die stundenlang unter gegnerischem Trommelfeuer lagen, und stellten den überlegenen Gegner immer wieder vor neue Probleme.

Die Landschaft Süditaliens hatte sich in ein Totenfeld verwandelt, als die Überlebenden eines Tages den Klosterberg von Monte Cas­sino vor sich liegen sahen, und noch viele Kämpfer beider Seiten sollten dort für immer zurückbleiben.

Den Verlauf der Schlachten hat der Autor von zwei Seiten beleuchtet. General Mark W. Clark, Oberbefehlshaber der alliierten Bodentruppen in Italien, steht 1943 Feldmarschall Albert Kesselring in der Region Kampanien gegenüber. Am Volturno, dem längsten Fluß ­Süditaliens (175 km) liefern sich Alliierte und Deutsche blutigste Kämpfe entlang gut befestigter Widerstandslinien, die zuvor von den Deutschen angelegt worden waren. General Clark muß die Auffangstellung am Volturno, die zweite mit Mittelpunkt am Monte Camino (spätere „Reinhard“-, von den Alliierten „Winterstellung“ genannt), und die dritte auf der Linie Garigliano–Rapido–Monte Cassino nacheinander einnehmen, um nach Rom vorzustoßen. Ein Vorhaben, das einen Todesacker in Süditalien hinterläßt. Die Härte der Kämpfe, das grausame Sterben in den Bergen, die schwindende Kampfstärke, die Resignation… Soldaten beider Seiten hoffen nach endlosen Schlachten nur noch auf ein Ende, siegreich oder geschlagen…

Zusätzliche Informationen

Gewicht 80 g
Author: admin