Doppelband – Heft 156

 4.45

M. Rabenstein

„Marder“ zwischen Theiß und Mátra

Ungarn 1944: Panzerjäger der 24. Panzer-Division in verlustreichen Kämpfen im Vorfeld von Budapest

130 Seiten

Beschreibung

Die sich abzeichnende schlechte Lage im Vorfeld von Budapest hatte es Anfang November 1944 erforderlich gemacht, die in diesem Raum stehenden Verbände der Wehrmacht sowie der ungarischen Armee unter eine einheitliche Führung zu stellen. Dafür wurde das noch in der Theiß-Verteidigung gebundene Armeeoberkommando 6 aus seiner bisherigen Verwendung herausgelöst und zur Armeegruppe Fretter-Pico formiert.

Zur unmittelbaren Verteidigung der ungarischen Hauptstadt war zunächst das III. Panzerkorps mit der 1., 23. und 24. Panzer-Division (PD) eingesetzt und konnte zunächst verhindern, daß die sowjetischen Truppen ungehindert in Budapest eindringen und dort Fuß fassen konnten. Anfang November fanden im Raum Cegléd–Nagykörös–Szolnok heftige Abwehrkämpfe statt, an denen u.a. die 24. PD beteiligt war. Ab dem 2. November kämpfte sie zusammen mit der 23. PD zunächst um Nagykörös und dann um das etwa fünfzehn Kilometer nördlich gelegene Cegléd, das zwei Tage später mit dem östlich gelegenen Ort Abony und der Stadt Szolnok verlorenging. Auch 50 Kilometer weiter im Nordosten, im Raum Tiszafüred, fanden zu diesem Zeitpunkt hef­tige Kämpfe statt. Dort versammelten die Sowjets für ihren weiteren Stoß auf die einhundert Kilometer entfernte ungarische Hauptstadt starke Panzerverbände und erzielten beim ungarischen IX. Armeekorps einen ersten Einbruch, in dessen Folge die Verteidigung endgültig zusammenbrach. Somit war dem Gegner westlich der Theiß die Errichtung eines großen Brückenkopfes ge­lungen, aus dem heraus auf Budapest angetreten werden sollte.

Am 6. November wurde die 24. PD aus ihrem bisherigen Abschnitt herausgelöst und im Eilmarsch in den Einsatzraum Heves–Átány, rund dreißig Kilometer westlich von Tiszafüred, in Marsch gesetzt. Der ihr gestellte Auftrag lautete, die über die Theiß vorgedrungenen russischen Kräfte aufzuhalten und anschließend über den Fluß zurückzuwerfen. Um die Schlagkraft der stark mitgenommenen Panzer-Division zu erhöhen, wurden ihr fortlaufend ungarische Verbände in verschiedenen Gruppierungen und Stärken unterstellt, deren Zuverlässigkeit allerdings unsicher war. Ziel der Gegenangriffe und Verteidigung war es auch, den Druck von der weiter im Süden kämpfenden Armeegruppe Fretter-Pico zu nehmen und gleichzeitig Zeit für den Aufbau einer genügend starken Verteidigung der ungarischen Hauptstadt zu gewinnen…

Da kaum Panzer zur Verfügung standen, traten „Marder“-Besatzungen an, um russische T 34, IS 2 und SU-100 aufzuhalten – ein ungleiches Duell, das die Panzerjäger eigentlich nicht gewinnen konnten…

Zusätzliche Informationen

Gewicht 80 g
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