Soldaten – Heft 62

 3.75

K. Kollatz

Feldwebel Anton Schmitt

In der Schlacht am Apennin 1944 beseitigt der Zugführer der 278. Infanterie-Division einen britischen Brückenkopf

64 Seiten

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Beschreibung

Anton Schmitt wurde am 25. März 1917 in Steinmauern im Kreis Rastatt geboren. Der Erste Weltkrieg tobte bereits seit über zwei Jahren. Schmitt erlernte nach Beendigung seiner Schulzeit das Schreinerhandwerk, machte die Gesellenprüfung und arbeitete in seinem Beruf bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges.

Ende August 1939 wurde er zur Nachrichtentruppe bei der 215. Infanterie-Division (ID) nach Heilbronn eingezogen. So kam es, daß er im November 1939 in den Westen verlegt wurde. Im Vorfeld des Westwalles, zwischen Pirmasens und Zweibrücken, tat er fortan seinen Dienst. Außer einigen Geplänkeln zeichnete sich diese Phase des Krieges durch weitgehende Inaktivität aus. Das änderte sich am 10. Mai 1940, als der Westfeldzug begann. Schmitt machte den Rheinübergang bei Breisach mit. Da der Krieg gegen Frankreich schon nach wenigen Wochen beendet war, kam seine Division nicht mehr voll zum Einsatz. Kurz vor dem Angriff auf die Sowjetunion wurde Anton Schmitt zur 198. ID versetzt. Mit dieser Division er­lebte er den stürmischen Vormarsch der deutschen Truppen an der Ostfront. Stationen wie Jassy, Newo Petrowsk und Stalino lagen auf dem Weg, den seine Division kämpfend zurücklegte. Während des Winters 1941/42 war Schmitt an der Front am Mius eingesetzt. Anton Schmitt, inzwischen zum Gefreiten befördert, erlebte den Sturm über Rostow und Krasnodar bis auf Tuapse am Schwarzen Meer. Nachdem er sich bei zahlreichen Ge­legenheiten ausgezeichnet hatte, wurden ihm das Eiserne Kreuz 2. Klasse und das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen.

Im Frühjahr 1943 ging er im Raum Charkow in seinen zweiten Rußlandeinsatz. Die sowjetischen Panzerarmeen der Woronescher Front rannten ununterbrochen gegen die deutschen Stellungen an. Das SS-Panzer-Korps, zu dem auch die 198. ID gehörte, verteidigte die Hauptkampflinie am Donez. Die befehlswidrige Räumung von Charkow führte schließlich zur Rückeroberung der ukrainischen Großstadt. In jenen Tagen griff dann das Schicksal in das weitere Leben von Unteroffizier Anton Schmitt ein. Er erkrankte an einer schweren Gelbsucht und wurde erneut in ein Lazarett (1942 das erste Mal) eingeliefert, kam nach Deutschland zurück, um nach seiner Genesung zur Südwestfront nach Italien abgestellt zu werden. Auf diese Weise wurde Unteroffizier Schmitt ein Angehöriger der 278. ID…

Auf den nächsten Seiten folgt der Leser Anton Schmitt durch Italien, von Ortona an der Adriaküste, über die Stellungen des Monte della Creca und Titano bis nach Sesto Imolese, wo das Schicksal das Grenadier-Regiment 992 ereilt. Nach der Lektüre dieser eindrucksvollen Biographie wird sich der Leser fragen, wie es Angehörigen der 278. Infanterie-Division überhaupt gelingen konnte, dem Tod in Italien von der Schippe zu springen. Lesen Sie selbst…

Zusätzliche Informationen

Gewicht 56 g
Author: admin