Soldaten – Heft 61

 3.75

K. Kollatz

Major Fritz Fessmann

Der erfolgreiche Panzerspähtruppführer kämpft in Rußland seine Gegner mit List und Tücke nieder

64 Seiten

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Beschreibung

Am 25. Dezember 1913 in Urbach/Württemberg geboren, meldete sich Fritz Fessmann nach Beendigung seiner Arbeitsdienstzeit zur Ab­leistung des Wehrdienstes. Am 1. November 1935 trat er in die Panzer-Aufklärungs-Abteilung 7 in München ein. Er wurde am Panzerspähwagen ausgebildet und schied am 1. Oktober 1936 als Gefreiter und Offiziersanwärter aus. Anfang 1937 absolvierte er in München seine erste zweimonatige Reserveübung, nach der er zum Unteroffizier befördert wurde.

Sein Vater Carl Fessmann ermöglichte ihm im Anschluß eine Welt­reise. Er machte ihm die Auflage, für mindestens zwei Jahre fortzubleiben und sich unterwegs den Lebensunterhalt selbst zu ver­dienen.

Im März 1937 begann die Reise. Sie führte über China und Japan nach Amerika und von dort wieder nach Europa. In Shanghai lernte Fritz Fessmann jenes Mädchen kennen, das er am 12. August 1939 in Wiesbaden heiratete. Keine vierzehn Tage später mußte sich das junge Paar trennen. Der Unteroffizier wurde am 23. August 1939 zum Waffenlehrgang an die Kavallerieschule Krampnitz bei Potsdam berufen. Während dieser Reserveoffiziersübung brach der Zweite Weltkrieg aus. Als Feldwebel wurden die Lehrgangsteilnehmer sofort ihren Truppenteilen zugewiesen. Fessmann kam zur Aufklärungs-Abteilung 7 der 4. Panzer-Division (PD).

Er verbrachte den ersten Kriegswinter im Rheinland und wurde am 1. März 1940 zum Leutnant befördert. Die Panzer-Aufklärungs-Abteilung 7 blieb als Besatzungstruppe in Frankreich. Im Mai 1941 waren ihre dortigen Tage gezählt. Mit vielen anderen Divisionen marschierte auch die 4. PD in Ostpreußen auf. Der Krieg mit der Sowjetunion stand kurz bevor.

In schnellen Panzerspähwagen rollten Fessmann und seine Gefährten ins feindliche Hinterland; ihre Einsätze vollzogen sich während des Vormarsches weit vor den eigenen Angriffsspitzen, und zumeist war die Einnahme strategisch wichtiger Brücken oder ähnlicher Objekte ihr oberstes Ziel. Dabei vollbrachten sie Taten, die oft unvorstellbar anmuteten. Husarenstücke wie der Einsatz bei Ljapitschew mit einer völlig unmilitärischen Herangehensweise zeichneten den Kommandeur der Kampfgruppe Fessmann aus.

Er bleibt auch nach schwerer Verwundung 1942 nicht in der Heimat, ihn zog es 1944 wieder an die Front. Seine schlachtentscheidenden Erfolge bei Stalingrad und Kowel wurden am 23. Oktober 1944 mit den Schwertern zum Ritterkreuz belohnt, aber getragen hat er die Auszeichnung nie…

Zusätzliche Informationen

Gewicht 50 g
Author: admin