Originalband – Heft 282

 3.25

W. Kattinger

Der Tod kommt auf leisen Sohlen

Italien 1943: Die 5. Gebirgs-Division in schweren Kämpfen im Vorfeld der Reinhard- und Gustav-Stellung

64 Seiten

Beschreibung

Anfang Dezember 1943 wurde die 5. Gebirgs-Division aus ihrem bisherigen Kampfraum zwischen Newa und Wolchow nach Italien verlegt, wo sie in die ersten Kämpfe um die noch im Aufbau befindliche „Gustav-Linie“ hineingezogen wurde.

Der für die Verteidigung Italiens gewählte Stellungsverlauf zwischen der Adria im Nordosten und dem Tyrrhenischen Meer im Südwesten war mit etwa 130 Kilometern mit relativ wenigen Kräften lange zu halten. Die neue Hauptkampflinie führte beinahe durchweg entlang von Flußläufen und durch gebirgiges Terrain. Mit teils schroffen Steilhängen und tief eingeschnittenen Tälern bot sie ideales Gelände zur längerfristig angelegten Verteidigung. Von der Mündung des Flusses Garigliano am Golf von Gaeta führte die „Gustav-Linie“ entlang den Erhebungen auf der Westseite des Flusses bis hin zur Einmündung des Flusses Liri, der durch das gleichnamige Tal nur wenige Kilometer unterhalb der Stadt Cassino in den Garigliano floß. Von dort aus setzte sich die Linie entlang dem Fluß Rapido nach Nordosten hin fort.

Bereits seit Anfang Dezember 1943 waren um die „Bernhard-Linie“ genannte Stellung heftige Kämpfe mit den nachrückenden alliierten Truppen entbrannt. Ab dem 22. Dezember hatte die aus Rußland eintreffende 5. Gebirgs-Division (GD) die Befehlsführung in ihrem noch vor Cassino liegenden Verteidigungsabschnitt übernommen. Die eintreffenden Verbände wurden direkt in den Kampf geworfen. Sie hatten eine von Viticuso über Aquafondata, den Monte Aquafondata, den Monte Casale und die beiden Höhen 1.220 und 1.225 sowie den Raum nördlich von La Selva führende Linie zu halten.

Das Vorgelände der „Gustav-Linie“ sollte von dort stehenden Truppen der 10. Armee, die aus der Korpsgruppe Hauck – Einheiten der 305., 334. Infanterie-Division und der 114. Jäger-Division – und der 5. GD bis zum 25. Januar 1944 gehalten werden.

Anhand der Zugführer Franz Kemming und Moritz Steinmüller wird im vorliegenden Band erzählt, wie schwierig und steinig der Kampf um die Vorfeldstellung geführt wurde. Obwohl die Gebirgler hinhaltend verteidigten und nie aufsteckten, mußte das Gelände aufgrund des enormen Druckes und der Materialüberlegenheit des Gegners schließlich aufgegeben werden. Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, hatte sich hinterrücks der Tod auf leisen Sohlen in ihre Verteidigungsstellungen geschlichen…

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