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K. Kollatz
Wir sind die Legion!
Ostfeldzug 1943/44: Die Stoßbrigade „Wallonien“ im Stellungskampf um den Ort Sakrewka an der Olchanka
72 Seiten
Beschreibung
Um die Verbindung zu der bis Nikopol vorgestaffelten 1. Panzer-Armee zu wahren, mußte die 8. Armee – obgleich in der offenen Nordflanke aufs äußerste bedroht – ihre Stellungen am Dnjepr beiderseits Tscherkassy von Dezember 1943 bis Februar 1944 halten.
Der 8. Armee gegenüber lagen die 2. und 3. Ukrainische Front der Sowjets zum Angriff bereit. Sobald sie antraten, mußten sie die 8. Armee umklammern. Hitler verbot jedes Absetzen. Ein neuer Kessel bahnte sich an. Die Stoßbrigade Wallonien befand sich im Dezember 1943 vor dem „Gespensterwald“ von Tscherkassy in weit vorgeschobener Stellung. Ihr gegenüber lagen russische Partisanenverbände, Stärke 15.000 Mann. Der SS-Division „Wiking“ unterstellt, sollte die Stoßbrigade Wallonien ihren weit vorgeschobenen Abschnitt halten.
Die Angehörigen der·Stoßbrigade stammten aus der belgischen Region Wallonien. Sie hatten sich zu Beginn des Rußlandfeldzuges freiwillig gemeldet. Die Männer zogen in den Krieg, „weil ihr Gewissen es ihnen gebot“, wie Leon Degrelle, ihr letzter Kommandeur, sagte. Von den Kämpfen im Kaukasus geschwächt, rollte ihr Urlauberzug im Dezember 1942 zurück. Ende Januar 1943 versammelten sie sich zum zweiten Aufbruch nach Rußland. Unter ihnen waren Bergarbeiter, Offiziere und Soldaten der früheren belgischen Armee, Söhne berühmter Diplomaten, Industrielle, Juristen und Beamte. Eingangs November 1943 wurde die Stoßbrigade Wallonien mit 2.000 Mann und 354 motorisierten und gepanzerten Fahrzeugen verladen. Der Zug überquerte den Dnjestr und fuhr in Richtung Bessarabien. Von Waggon zu Waggon pflanzte sich die Parole fort: „Es geht zur Krim!“
Das Ziel hieß aber Korsun, genauer Beloserje. Dort lag der Stab der SS-Division „Wiking“. Die Stoßbrigade wurde ihr zugeteilt. Der Verband hatte den Auftrag, den Dnjepr zu halten, der von den Sowjets schon im Nordosten und im Süden überquert worden war.
Ihre Stellungen reichten bis unmittelbar an die Olchanka. Hier ließ Oberstleutnant Lucien Lippert, der Kommandeur der Stoßbrigade Wallonien, Stützpunkte anlegen. Seinem Wirken war es zu verdanken, daß dieser verlorene Haufen aus dem Grauen des Kessels von Tscherkassy entkommen konnte. Er fiel am 13. Februar 1944 bei Nowo Buda.
Von den 6.000 Freiwilligen, die vom Herbst 1941 bis zum Frühjahr 1945 der Legion Wallonie angehörten, sind allein 2.500 in Rußland gefallen. Von den 800 Männern, die sich 1941 freiwillig meldeten, erlebten nur drei das Ende dieses schrecklichen Krieges; unter ihnen der letzte Führer der Stoßbrigade, Léon Degrelle. In dem vorliegenden Bericht soll der Einsatz dieser zahlenmäßig winzigen Stoßbrigade aufgezeichnet werden. Und genauso wie der wallonische Freiwillige, der 17 Jahre junge Jan DeBeer, wird der Leser in die Grauen der Kämpfe am Dnjepr hineingezogen…
Zusätzliche Informationen
Gewicht | 60 g |
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