Freikorps – Heft 29

 3.95

Höllentanz

Das Freikorps „Landesjäger“ im Kampf um Halle an der Saale 1919/20

64 Seiten

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Beschreibung

Weit stehen die deutschen Heere im Osten, als 1917 das Zarenreich zerbricht, die Kommunisten unter Lenin nach der Macht greifen und Rußland im Strudel des Bürgerkrieges versinkt. Von deutschen Truppen besetzt sind auch die baltischen Provinzen des Russischen Reiches.

Hier in den drei Ostseeprovinzen Kurland, Livland und Estland – heute die Staaten Lettland und Estland – ist die Heimstatt der Deutschbalten. Als Ordensritter, Geistliche, Städtebauer waren die Deutschen in den fernen Tagen des Mittelalters ins Land gekommen. 700 Jahre lang stellen sie den Adel und das Bürgertum und drücken den baltischen Ländern ihren Stempel auf. Das Kulturgepräge des Landes ist mittel­europäisch mit seinen backsteinernen Hansestädten, Ordensburgen, Herrenhäusern, Kirchen.

Im Frieden von Brest-Litowsk zwischen Deutschland und Sowjet-Rußland Anfang 1918 verzichtet die russische Revolutionsregierung auf die Ostseeprovinzen. Deutschland bleibt als Schutzmacht im Baltenland stehen. Doch im November 1918 ist in Deutschland Revolution. Das deutsche Heer beginnt sich aufzulösen. Moskau sieht die Gunst der Stunde, die Rote Armee Sowjet-Rußlands fällt im Baltikum ein. Sie überrennt Estland, Livland und fast ganz Kurland; revolutionär ge­sinnte Esten und Letten schließen sich den Sowjets an. Gerade einmal 300 Deutsche halten zu Jahresbeginn 1919 am Windau-Fluß im Westen Kurlands gegen die Rote Armee.

Aus ganz Deutschland kommen nun Freiwillige zum Kampf. Aus den reichsdeutschen Verbänden entsteht die „Eiserne Division“. Zugleich greifen in der „Baltischen Landeswehr“ die Deutschbalten zu den Waffen. Die Freiwilligen aus Deutschland kämpfen, um das Reich zu schützen oder den Kommunismus zurückzudrängen; manchen lockt die Aussicht auf Gewinn oder Landerwerb oder das „Abenteuer“. Doch für die Deutschbalten ist es der Kampf um die Heimat. Mehr noch: Für sie ist es der Kampf um ihr Sein oder Nichtsein. Schon seit dem 19. Jahrhundert müssen sich die Deutschbalten gegen die erwachten Nationalbestrebungen der Letten und Esten einerseits, die Russifizierungspolitik des ­Zarenreiches andererseits behaupten. Nun droht die Revolution die deutschbaltische Welt zu verschlingen. Die Deutschen stellen im Land die Führungsschicht, sind Gutsbesitzer, Kaufleute, Bürger, Gelehrte, Offiziere, Geistliche. Der Sieg des Kommunismus würde ihr Ende sein. Schon haben die Bolschewiken Tausende verschleppt oder ermordet.

Angehörige der Baltischen Landeswehr selbst berichten auf den folgenden Seiten vom Kampf. An der Seite der Deutschen stehen antikommunistische Russen und nationalgesinnte Letten und Esten. Schließlich sind die Truppen an der Windau verstärkt und aufgestellt. Der Feldzug beginnt…

Zusätzliche Informationen

Gewicht 56 g
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