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W. Franken
Generalmajor Walter Gorn
Schwerter-Verleihung für die Vereitelung der russischen Durchbruchsversuche bei Rschew und Sytschewka 1942
64 Seiten

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Beschreibung
Walter Gorn erblickte am 24. September 1898 in Bieganin – Kreis Pleschen/Provinz Posen – als Sohn des Landwirts Ferdinand Gorn und seiner Ehefrau Anna, geborene Raukut, das Licht der Welt. Er hatte zehn Geschwister, die zusammen auf dem kleinen Bauernhof lebten. Als Walter Gorn die Schule beendete, war der Elternhof für seinen jüngeren Bruder vorbestimmt. Walter trat eine kaufmännische Lehre in einer Gemischtwarenhandlung an, die er nach dreieinhalb Jahren, im Herbst 1915, abschloß. Danach fand er Arbeit in einem großen Handelshaus in Groß Bauditz im Kreis Liegnitz, nahe der schlesischen Hauptstadt Breslau.
Als 18jähriger ließ er sich in Groß Bauditz freiwillig mustern und trat am 14. November 1916 als Kriegsfreiwilliger in das Grenadier-Regiment „König Wilhelm I.“ Nr. 7 in Liegnitz ein. Bis zum Kriegsende diente Walter Gorn in diesem Verband, wechselte am 18. Dezember 1918 zum Grenzschutzkommando „Ober-Ost“, wo er in die 2. Kompanie des Freiwilligen-Regiments 18 versetzt wurde. Am 16. April 1919 zum Gefreiten und am 7. September 1919 zum Unteroffizier befördert, zog sich das Regiment – in ständige Nachhutgefechte mit bolschewistischen und polnischen Banden verwickelt – in die Heimat zurück. Im September 1919 lag die Kompanie in Burg bei Magdeburg, wo die Einheiten des Grenzschutzes aufgelöst wurden. Am 20. September 1919 wurde Walter Gorn aus dem Heeresdienst entlassen.
1920 als Unterwachtmeister in den Polizeidienst eingetreten, erfolgte am 29. April 1927 seine Beförderung zum Polizeileutnant bei der Schutzpolizei in Breslau, am 1. November 1928 wurde er zum Adjutanten der Polizei-Inspektion Ost in Breslau ernannt und schließlich am 26. März 1929 zum Polizei-Oberleutnant befördert.
Am 1. Oktober 1934 wurde er als Kraftfahr-Offizier zur Landespolizei-Abteilung z.b.V. nach Iserlohn in Westfalen versetzt, gleichzeitig wurde Gorn zum Polizei-Hauptmann befördert.
Im Frühjahr 1935 kehrte er nach Schlesien zurück, wo er Führer der Kradschützen-Hundertschaft in Breslau wurde. Den militärischen Aufbau seiner Kradschützen trieb er mit großem Eifer voran. Am 1. Oktober 1935 wurden er und seine Kradschützen, wie übrigens Tausende weitere Angehörige der Landespolizei, in die Wehrmacht überführt. Walter Gorn wurde jetzt Chef der 5. Kompanie des Kradschützen-Bataillons 3 in Bad Freienwalde an der Oder. Völlig überraschend für ihn, wurde er am 1. Juli 1939 als Kommandant des Stabsquartiers zum XIX. Armeekorps (mot.) versetzt. Eine militärische Karriere begann an diesem Tag, die nur wenigen Offizieren vergönnt war.

Zusätzliche Informationen
| Gewicht | 56 g |
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