Soldaten – Heft 69

 3.95

K. Kollatz

General Hasso von Manteuffel

Der Oberbefehlshaber der 6. Armee ist einer der bedeutendsten Panzerstrategen des Zweiten Weltkrieges

64 Seiten

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Beschreibung

In den Jahren 1939–1945 machten sich mehrere Führungskräfte der deutschen Wehrmacht einen Namen, die in die Annalen der Kriegsgeschichte durch die Ideen eines „Kampfes der verbundenen Waffen“ beziehungsweise des „Führens von vorne“ eingingen und auch beim Gegner großen Respekt genossen: Generaloberste, ehemalige Generäle der Panzertruppe wie Heinrich von Vietinghoff, Georg-Hans Reinhardt, Rudolf Schmidt, Hans-Jürgen von Arnim, Josef Harpe, Hans-Valentin Hube und auch ­Hasso von Manteuffel standen für die erfolgreiche Führung in der Wehrmacht. Mit Blick auf den Zweiten Weltkrieg ist Manteuffel eine beachtliche militärische Karriere mit einem rasanten Aufstieg vom Major zum General der Panzertruppe sowie Oberbefehlshaber einer Panzerarmee gelungen – darüber hinaus zählte er zu den höchstdekorierten Offizieren der Wehrmacht. Er zeichnete sich gleichermaßen im Angriff wie in der beweglichen Verteidigung, in den Abwehrkämpfen der zweiten Jahreshälfte 1944 an der Westfront und in den letzten Kriegswochen in Pommern und an der Oderfront aus. Seine taktischen Fähigkeiten und Führungsqualitäten wurden im Februar 1945 mit der Verleihung der Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub und Schwertern gewürdigt.

Seine in der Zeit des Zweiten Weltkrieges vollbrachten Leistungen fanden nicht nur damals entsprechende Anerkennung, sie werden sogar auf internationaler militärischer Ebene gewürdigt. Nach enormen kämpferischen Leistungen seiner Verbände im Osten Anfang September 1944 zum Oberbefehlshaber der 5. Panzer-Armee ernannt, stellte von Manteuffel seine amerikanischen Gegner während der im nachfolgenden Dezember durchgeführten Ardennen-Offensive vor größte Probleme; eine Tatsache, die sie als Feinde von gestern nach dem Krieg in ebenso unerwarteter wie un­gewöhnlicher Form zu respektieren verstanden: Der ehemalige deutsche ­Armeeführer wurde vom US-amerikanischen Präsidenten Dwight D.­Eisenhower, dem früheren OB der alliierten Streitkräfte in Europa, nach Washington eingeladen, war Gast von US-General Westmoreland im Pentagon und schritt 1968 bei einem Besuch der Militärakademie West Point das Ehrenspalier US-amerikanischer Kadetten ab. Ein aus Wachs gefertigtes Ebenbild im „Invasionsmuseum“ der US-Streitkräfte beim belgischen Bastogne erinnert noch an den einstigen Kavalleristen, Zietenhusaren, Turnierreiter und späteren General der Panzertruppe Hasso von Manteuffel.

1948 aus der Gefangenschaft entlassen, baute er sich umgehend eine berufliche und politische Karriere auf. Noch einmal trat er ins Rampenlicht, als er in einem Prozeß 1959 vor dem Düsseldorfer Schwurgericht wegen Totschlags eines Soldaten 1944 zu einer Gefängnisstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt wurde, kam aber nach nur vier Monaten wieder frei.

Hasso von Manteuffel starb am 24. September 1978 in Reith/Tirol im Alter von 81 Jahren.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 56 g
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