Soldaten – Heft 68

 3.75

K. Kollatz

Generalleutnant Werner Marcks

Der Führer einer Kampfgruppe kommt im Sturmlauf durch die Cyrenaika erst vor El Alamein zum Stehen

64 Seiten

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Beschreibung

Im Januar 1942 hatte sich Erwin Rommel – vom Gegner respektvoll „Wüstenfuchs“ genannt – zu einem neuen Vorstoß gegen die britischen Streitkräfte in Nordafrika entschlossen. Dem Schützen-, dann Panzer-Grenadier-Regiment (PGR) 104 sowie Teilen der 21. Panzer-Division (PD) und der 90. „Leichten“ unter Oberstleutnant Werner Marcks war dabei zunächst die Aufgabe gestellt worden, auf Agedabia vorzustoßen und es zu nehmen. Marcks und seine Männer waren auch dabei, als die britische 1. Panzerdivision zerschlagen und die englische 8. Armee aus der Cyrenaika geworfen wurde. Sie kämpften um Tobruk und in den folgenden Schlachten, nach deren Beendigung dem Feind ein neues Dünkirchen bevorzustehen schien.

Der spätere Eichenlaubträger Werner Marcks, am 17. Juli 1896 in Magdeburg geboren, erlebte seinen ersten Einsatz im Ersten Weltkrieg, wo er als Leutnant im Füsilier-Regiment 40 diente. Im Februar 1918 wurde ihm das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen. Nach dem Krieg wurde er in die Reichswehr übernommen. Seine Militärkarriere setzte er als Oberleutnant im 10. Reiter-Regiment und als Kommandeur der Panzer-Abwehr-Abteilung 19, dann Panzerjäger-Abteilung 19, fort. Mittlerweile zum Major avanciert, stand Marcks mit seiner Panzerjäger-Abteilung zu Beginn des Zweiten Weltkrieges in Polen. Schon am 16. Oktober 1939 erhielt er die Spange zum Eisernen Kreuz 1. Klasse.

Mit dem Schützen-Regiment 64 kämpfte er anschließend in Rußland, erwarb sich das Deutsche Kreuz in Gold, bevor er im Dezember 1941 mit der Führung des Schützen-Regiments 155 betraut wurde, mit dem er nach Afrika versetzt wurde. Nur einen Monat später trat er seinen neuen Posten als Kommandeur des Schützen-Regiments 104 an und stieß – als Kampfgruppe Marcks – mit General Rommel quer durch Nordafrika. Nach einem schnellen Vorstoß mit dem Afrikakorps im Januar 1942 konnte sein Regiment Agedabia einnehmen. Anschließend verfolgte die Kampfgruppe die Briten über Antelat und Saunu und legte dabei an einem einzigen Tag eine Strecke von 135 Kilometern zurück. Für diese Leistung erhielt er das Ritterkreuz. In diesem Jahr sah es ganz so aus, als sollten die deutschen Truppen unter Rommel einen erfolgreichen Siegeszug durch Afrika antreten, aber nach zahlreichen Erfolgen zerbrach die Offensive in der Schlacht von El Alamein.

Der Leser erfährt auf den folgenden Seiten, wie schnell Sieg und Niederlage beieinanderliegen. Werner Marcks stand dabei monatelang in schweren Abwehrschlachten, niemals aufgebend. Erst eine Erkrankung zwang ihn in die Knie. Sein Durchhaltevermögen rettete ihn sicherlich auch nach 1945; er gehörte zu den Generalen, die erst 1955 aus russischer Gefangenschaft entlassen wurden.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 56 g
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