Soldaten – Heft 65

 3.75

K. Kollatz

Obergefreiter Martin Jacobs

Als erfolgreicher Fernspäh- und Stoßtruppführer des Infanterie-Regiments 431 in Rußland von 1941–44

64 Seiten

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Beschreibung

Martin Jacobs wurde am 24. Dezember 1922 im Kreis Kleve ge­boren. Nach dem Schulabschluß absolvierte er eine Gärtnerlehre und meldete sich nach Kriegsausbruch freiwillig zur Fallschirmtruppe. Man nahm ihn jedoch nicht, da er das nötige Alter noch nicht erreicht hatte. Erst am 1. September 1940 erfolgte sein Eintritt in die Wehrmacht. Auch zu diesem Zeitpunkt war er noch keine achtzehn Jahre alt. Ein Infanterie-Ersatzbataillon nahm ihn auf; und nach erfolgter Grundausbildung kam er zur 131. Infanterie-Division (ID), wo er dem Infanterie-Regiment (IR) 431 zugeteilt wurde, mit dem er am Rußlandfeldzug teilnahm. Fast vier Jahre lang kämpfte er in Rußland, 1941 in Gomel, Kiew, an der Oka, in Akeksin, 1942 im Kampfraum Suchinitschi–Juchnow und bei Batzkino. 1942 wurde er mit seinen Kameraden der IR 431 an die Nordzange der Operation „Zitadelle“ verlegt; führte seine Gruppe in Kritschew, Mogilew und Witebsk und kehrte 1944 nach Gomel zurück, hier hatte der Rußlandfeldzug für ihn begonnen, hier endete er auch. Viermal war Martin Jacobs in den vier Jahren verletzt und in die Heimat verlegt worden – viermal war er nach Rußland zurückgekehrt.

Auch in Holland 1944 machte er sich einen Namen als Spähtruppführer, den er sich in Rußland durch viele Einzeltaten erworben hatte. Er war während der alliierten Luftlandeoperation bei Arnheim eingesetzt und konnte hier abermals zeigen, was einen guten Spähtruppführer und Soldaten ausmachte.

Am 27. Dezember 1943 erhielt Martin Jacobs das Ritterkreuz für einen schlachtentscheidenden Einsatz, nachdem er sich schon vorher bei zahlreichen Kämpfen durch besonders mutige und entschlossene Einsätze ausgezeichnet hatte.

Noch einmal machte Jacobs von sich reden, als er 1981 verhaftet wurde und in den Niederlanden angeklagt wurde, 1944 im Raum Afferden/Boxmeer geplündert zu haben. Zeugen konnten dies widerlegen. Begnadigungsgesuche erreichten die damalige niederländische Königin Beatrix, die dem Gesuch am 31. März 1982 stattgab.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 56 g
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