Originalband – Heft 323

 3.55

G. Wallner

Höllenkalt und blutrot

Dezember 1941: Das Schützen-Regiment 4 der 6. Panzer-Division im Abwehrkampf an der Lama-Stellung

64 Seiten

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Beschreibung

Am 6. Dezember 1941 begann bei Temperaturen unter dreißig Grad minus die russische Gegenoffensive vor Moskau. Mit ausgeruhten, für den Winterkampf bestens gerüsteten und ausgebildeten Soldaten trat die Rote Armee zum Angriff gegen die Truppen der Panzergruppe 3 an. Im Laufe der folgenden Wochen gelang es den sowje­tischen Armeen, die ausgebluteten deutschen Divisionen um meh­rere hundert Kilometer nach Westen zurückzuwerfen.

Schnell erkannte die Führung der Heeresgruppe Mitte, daß die feindlichen Operationen die Vernichtung aller vor Moskau stehenden deutschen Verbände zum Ziel hatten. Die ersten Stöße der russischen Truppen richteten sich gegen die nordwestlich der rus­sischen Hauptstadt gelegene Stadt Klin. Mit ihrem Fall wäre der 3. Panzer-Armee der Rückzug nach Westen verlegt worden. Daher stellte der Befehlshaber des Verbandes – ohne vorherige Rücksprache mit dem Oberkommando – alle Angriffshandlungen ein und forderte beim Oberkommando des Heeres (OKH) die Genehmigung zur Rücknahme der Verbände auf eine verkürzte Winterstellung.

Die Heeresgruppe Mitte bewilligte den Antrag und befahl den Panzerverbänden, die Angriffe einzustellen und auf eine kürzere Linie ostwärts der Bahnlinie Kalinin–Klin über die Istra zurückzugehen.

Dieser Befehl erreichte das im Verband der 3. Panzer-Armee kämpfende XXXXI. Panzer-Korps am Abend des 5. Dezember, also nur ­wenige Stunden vor Beginn der russischen Großoffensive. Die zum Korps gehörende 1. und 6. Panzer-Division (PD) sowie die 23. Infanterie-Division (ID) begannen nur kurze Zeit später mit den Absetzbewegungen. Dabei sollte der verlustgeschwächten 6. PD die schwerste Aufgabe zufallen. Sie hatte den Rückzug der 3. Panzer-Armee als Nachhut decken. Der Rückzug, immer von den nicht ­müde werdenden Russen befeuert, zog sich von Bukatino, Gorbatschi über Timonino nach Zacharino. In Zacharino angekommen, war das Schützen-Regiment 4 der 6. PD nur noch ein Schatten seiner selbst. Die Woche vom 24. bis zum 31. Dezember 1941 mit Rekord-Minustemperaturen hatte den Landsern derart zugesetzt, daß die Kampfkraft nahezu erloschen war. Und ausgerechnet hier versuchte die Rote Armee immer wieder, durch die deutschen Stellungen zu brechen…

In der Höllenkälte färbte sich das Kampffeld vor dem Dorf blutrot…

Zusätzliche Informationen

Gewicht 56 g
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