Originalband – Heft 321

 3.55

L. Sandner

Der Motor ist eine Waffe!

Rußlandfeldzug 1941: Der Vorstoß der 42. Infanterie-Division über Pruth und Dnjestr zum Schwarzen Meer

64 Seiten

Beschreibung

Bei der Heeresgruppe Süd war die 11. Armee zusammen mit den Verbänden der rumänischen 3. und 4. Armee westlich des Flusses Pruth aufmarschiert. Diese Kräfte sollten zunächst nur defensiv den rumänischen Raum, insbesondere die wichtigen Ölgebiete von Ploesti, decken und erst durch Nachstoß einen geordneten Rückzug der gegenüberstehenden sowjetischen Verbände verhindern.

Nach erbitterten Kämpfen gelang es Anfang Juli, die starken feindlichen Stellungen westlich der Linie Lemberg–Rawa Ruska zu durchbrechen, den Styr zu überschreiten und den sich unter ständigen Gegenangriffen erbittert wehrenden Gegner nach Osten zurückzudrücken. Am 4. Juli erreichten Panzerspitzen der Panzergruppe 1 den Slutsch-Abschnitt, während die Infanterieverbände dem weichenden Feind frontal folgten. Da sich auf Grund der langsamen Entwicklung der Lage vor dem Stoßflügel der Heeresgruppe naturgemäß an der Pruth-Front keine Ausweichbewegungen der Sowjets zeigten, war die 11. Armee unter Zusammenfassung ihrer Kräfte um Jassy – in Abänderung ihrer bisherigen Aufgabe – zum Angriff nach Nordosten angetreten, um der 17. Armee das Vorwärtskommen zu erleichtern. Gegen starken Widerstand erreichte sie nach schweren Kämpfen den Dnjestr beiderseits Mogilew. Durch Vorgehen rumänischer Verbände auf Tschernowitz und ungarischer Truppen auf Kolomea wurde eine lockere Verbindung zum Südflügel der 17. Armee hergestellt, während südlich der 11. Armee die rumänische 4. Armee hinter dem Pruth stehenblieb.

Im Sinne der ihr erteilten Operationsweisung trat die Heeresgruppe Süd am 5. Juli 1941 aus der erreichten Linie Pruth–mittlerer Dnjestr–Zbrutsch–Slutsch erneut mit der Absicht an, ihren Nordflügel schnell auf Kiew vorzutreiben, um unter Eindrehen in Richtung Südost die in der Westukraine vor 17. und 11. Armee sowie den rumänischen Verbänden stehenden Feindkräfte abzuschneiden, bevor sie über den Dnjepr nach Osten entkommen konnten.

Inzwischen war die 17. Armee zum Angriff über den Zbrutsch angetreten, hatte den Flußübergang erzwungen und die Gegend von Winniza erreicht. Diesem Angriff schlossen sich die 11. Armee aus dem Raum Mogilew am Dnjestr und die südlich anschließenden rumänischen Kräfte an. Am l. Juli 1941 trat die 46. Infanterie-Division, die der 11. Armee angehörte, über den Grenzfluß Pruth zum Angriff nach Nordosten an. Während die letzten Teile noch in Botosani ausgeladen wurden, überschritten die Spitzen der Division den Pruth und marschierten in Richtung Dnjestr.

Der vorliegende Band nimmt die Leser mit auf den Weg, den die Infanteristen vom Grenzfluß Pruth, durch Bessarabien und die Ukraine bis zur Halbinsel Krim zurücklegen müssen…

Zusätzliche Informationen

Gewicht 56 g
Author: admin