Originalband – Heft 320

 3.55

H. Fränznik

Brückenkopfstellung Mosdok

Ostfront, Herbst 1942: Die Sturmgeschütz-Brigade 191 erweitert den Terek-Brückenkopf bei Mosdok

64 Seiten

Beschreibung

Am 7. Juli 1942 wurde die Heeresgruppe (HGr.) Süd geteilt. Die HGr. A operierte in Richtung Kaukasus. Die HGr. B setzte den Vorstoß zur Wolga und nach Stalingrad fort. Damit wurde der Entscheidung aus der Planung „Fall Blau“ Rechnung getragen, gleichzeitig zwei wichtige Operationsziele zu erreichen: das Wolgaknie zur Unterbindung der Rüstungsnachschubs über den Strom sowie den Kaukasus zu überschreiten und die Ölvorkommen bei Baku in Besitz zu nehmen. Die Truppe war der Forderung, gleichzeitig zwei ehrgeizige Ziele zu erreichen, kräftemäßig nicht gewachsen. Durch das Abschwenken der 4. Panzerarmee (HGr. B) in Richtung Süden war die Schlagkraft der auf Stalingrad und die Wolga angesetzten Verbände erheblich gemindert worden.

Oberstes Ziel blieb, die südlich und südostwärts von Rostow stehenden russischen Truppen einzukesseln und zu vernichten. Anschießend sollte die gesamte Ostküste des Schwarzen Meeres besetzt werden, um die Stützpunkte der russischen Schwarzmeerflotte auszuschalten. Zunächst ging es für die Truppen der HGr. A zügig voran. Bereits Anfang August erreichten Teile der 1. Panzerarmee das Erdölgebiet von Maikop, das am 9. August genommen werden konnte. Zur selben Zeit näherte sich die 6. Armee (HGr. B) der Stadtgrenzen von Stalingrad. Mit der Verlegung weiterer Truppenteile der HGr. A zur HGr. B sollte die Einnahme dieser wichtigen Stadt beschleunigt werden.

In der Zwischenzeit hatten die Sowjets immer neue Verbände in den Süden verschoben, um den Deutschen den Stoß auf Pjatigorsk am Kaukasus und nach Mosdok zu verwehren. Während es der deutschen 1. Panzerarmee gelang, einen Brückenkopf über den Terek zu bilden, führten die Sowjets frische Truppen heran, darunter auch schlagkräftige Panzerverbände, die sie in den Kampf gegen die deutschen Divisionen werfen konnten.

Zur Ausweitung des Terek-Brückenkopfes wurde die dem LII. Armeekorps unterstellte Sturmgeschütz-Abteilung 191 an den Terek beordert. Der Übergang war am Westrand von Mosdok in südostwärtiger Richtung angesetzt und sollte am 2. September 1942 in den frühen Morgenstunden eingeleitet werden. Schon in den ersten Stunden wird den Sturmgeschützführern unter Oberleutnant Beseler bewußt, daß der Widerstand des Gegners kaum zu brechen ist. Der Vorstoß über den Terek hinaus kommt kaum vorwärts…

Zusätzliche Informationen

Gewicht 56 g
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