Originalband – Heft 309

 3.25

R. Hartung

Angriff auf die Rupel-Stellung

Griechenland 1941: Die Kampfgruppe Grohmann im Sturm auf die griechische Bunkerlinie

64 Seiten

Beschreibung

Nachdem die deutsche Wehrmacht am 1. September 1939 den Krieg gegen Polen eröffnet hatte, erklärten Frankreich und England dem Deutschen Reich den Krieg. Die Westalliierten blieben jedoch vorerst inaktiv. Mit dem deutschen Angriff – Fall „Gelb“ – auf die Benelux-Staaten sowie Frankreich am 10. Mai 1940 sollte der Stier bei den Hörnern gepackt werden. Die Westalliierten wurden schließlich geschlagen, die britischen Truppen vom Festland vertrieben, Frankreich mußte kapitulieren und schied als Kriegsgegner aus.

Als nach einem von Großbritannien unterstützten Putsch in Jugoslawien im März 1941 eine deutschfeindliche Regierung in Belgrad an die Macht kam, war der Friede auf dem Balkan – als Rohstoff- (Erdöl aus Rumänien) und Lebensmittellieferant sowie als wichtige Route zur Einfuhr von Gütern aus der neutralen Türkei für Deutschland ungemein wichtig – gefährdet. Um diese Gefahr abzuwenden und die Festsetzung britischer Truppen in der Region zu verhindern, wurde das Unternehmen „Marita“, der Balkanfeldzug gegen Jugoslawien und Griechenland, vorbereitet.

Am 6. April 1941 um 5.15 Uhr griffen Wehrmachtverbände mit 27 Infanterie- und sechs Panzer-Divisionen und insgesamt 680.000 Soldaten Griechenland und Jugoslawien an. Die deutsche 12. Armee stieß von Bulgarien aus auf Thessaloniki vor, die 2. Armee und die Panzergruppe 1 mit 15 Divisionen operierten von der Steiermark sowie den mit Deutschland verbündeten Staaten Ungarn, Rumänien und Bulgarien aus.

Der Angriff der 12. Armee konzentrierte sich auf zwei Hauptrichtungen: Im Westen rückte der Großteil der Panzergruppe Kleist in Richtung Skopje vor, um die griechische Grenze bei Florina zu überqueren. Die 2. Panzer-Division wurde über Strumica in Richtung auf Thessaloniki angesetzt. Dem XVIII. Gebirgs-Korps war der Angriff auf die griechischen Grenzbefestigungen übertragen worden, während die deutschen und bulgarischen Infanterie-Divisionen die Aufgabe hatten, in der ersten Phase die Region Ost­makedonien und Thrakien und dann die Inseln der Ägäis zu besetzen. Am 9. April durchbrach das XVIII. Gebirgs-Korps mit starker Unterstützung durch Sturzkampfflugzeuge bei der Rupel-Stellung die Gebirgsbefestigungen der Metaxas-Linie. Von diesen Ereignissen handelt die folgende Geschichte.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 56 g
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