Legion – Heft 43

 3.45

Hexenkessel Maya-Maya

Republik Kongo 1997: Die Fremdenlegion im Kampf gegen „Cobra“-Milizen in Brazzaville

64 Seiten
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Beschreibung

1960 erlangte die Kolonie Kongo ihre Unabhängigkeit von Frankreich. Danach kam es im Land immer wieder zu gewalttätigen Un­ruhen, bis dann 1992 eine neue demokratisch gewählte Regierung den bis dahin amtierenden Präsidenten Denis Sassou-Nguesso aus dem Amt drängte und die Herrschaft über das Land übernahm. Fünf Jahre später entbrannte ein blutiger Machtkampf zwischen dem aus dem Amt gejagten Nguesso und dem jetzigen Präsidenten der Republik Kongo, Pascal Lissouba. Diese Auseinandersetzung führten stellvertretend Nguessos treu ergebene Schutztruppe, die „Cobra-Miliz“ – eine Truppe aus kampferfahrenen, äußerst brutalen Männern, die noch an böse Geister glaubten und für die der Krieg eine Art Lebensinhalt darstellte, und auf der Seite des Nochpräsidenten Lissouba eine kampfstarke Truppe Milizionäre der „Zulus“ und „Cocoyes“, von Israelis hervorragend ausgebildete Truppen ohne Skrupel. Dann gab es noch die „Ninjas“, ebenfalls eine Milizengruppe, die, so wie alle anderen auch – in ihrem Fall für den Bürgermeister von Brazzaville – für jeden arbeitete, der bereit war, ge­nügend Geld zu zahlen. Hinzu kam das staatliche Militär, das sich ebenfalls auf die Seite des Meist­bietenden stellte. Allen diesen Gruppierungen war eines gemeinsam: Sie kannten keine Gnade und gingen wahllos gegen jeden vor, der sich ihnen in den Weg stellte. Mord, Vergewaltigung und vieles mehr waren in Brazzaville bald schon an der Tagesordnung. Die Republik Kongo begann im Chaos zu versinken, und in erster Linie litt unter alldem die Zivilbevölkerung am meisten. Somit sah sich Frankreich als ehemalige Kolonialmacht Anfang Juni 1997 gezwungen, in diese verfahrene Situation einzugreifen, um zumindest den Schutz der ausländischen Zivilisten und deren Evakuierung zu gewährleisten, bevor die Hauptstadt Brazzaville und danach das ganze Land im Chaos versanken.

Vor allem der Flughafen Maya-Maya in Brazzaville sollte in den kommenden Tagen einer der stark umkämpften Brennpunkte der Hauptstadt werden. Die hier eingesetzten Fremdenlegionäre hatten alle Hände voll zu tun, um die langsam anlaufenden Evakuierungsflüge vor den Feuerüberfällen der sich nun gegen die ausländischen Truppen zusammenschließenden Milizen und abtrünnigen Soldaten des regulären Militärs zu schützen…

Zusätzliche Informationen

Gewicht 56 g
Author: admin