Großband – Heft 160

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K. Kollatz

Vom Verhängnis der Kompanie

Polenfeldzug 1939: Das Infanterie-Regiment 67 stellt sich zum Sturm auf die Festung Modlin bereit

72 Seiten

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Beschreibung

Am 1. September um 4.45 Uhr begann der Polenfeldzug. Die deutsche Wehrmacht trat mit 52 Divisionen an. Auf deutscher Seite kämpften mit Angriffsbeginn Truppen der verbündeten Slowakei, und am 17. September trat die Sowjetunion an der Seite Deutschlands in den Krieg ein.

Polen hatte 40 Divisionen unter Marschall Edward Śmigły-Rydz aufgeboten. Polens Verbündete England und Frankreich erklärten zwar am 3. September Deutschland den Krieg, griffen aber nicht an der Seite ihres Alliierten in die Kampfhandlungen ein.

Der Krieg gegen Polen war geprägt von tiefen Vorstößen der motorisierten Verbände der Wehrmacht mit tatkräftiger Unterstützung der Luftwaffe. Diese Taktik, genannt „Gefecht der verbundenen Waffen“, ging als „Blitzkrieg“ in die Geschichte ein. Am 5. September überschritten deutsche Truppen bereits die Weichsel, am 11. September den San. Am 16. September wurde Warschau eingeschlossen, das nach harten Kämpfen am 27. September kapitulierte. Am 1. Oktober ergaben sich die letzten polnischen Teilkräfte auf der Halbinsel Hela.

Die Kämpfe der deutschen Heeresgruppe Nord gegen die polnische Festung Modlin dauerten vom 10. bis zum 28. September 1939. Die Festung kapitulierte am 29. September, nachdem die Nachschubwege ins Hinterland durch einen deutschen Vorstoß bis zur Weichsel unterbrochen worden waren. Die Festung selbst war ein Bauwerk aus den 1830er Jahren – als Polen zum Russischen Reich gehörte –, das 1880 modernisiert wurde. Anfang 1900 erhielt die Festung Artilleriekasematten. Unter dem russischen Namen Nowo Georgiewsk spielte sie im Ersten Weltkrieg eine bedeutende Rolle. Vom 13. bis 20. August 1915 von den Deutschen belagert, wurde sie am 20. August 1915 eingenommen.

24 Jahre später stehen abermals deutsche Infanteristen vor den Toren der Festung, die letzten erbitterten Widerstand leistet. Auf den folgenden Seiten nimmt der Leser nicht an den Kämpfen um die Festung teil, sondern begleitet Spannführer Mattrischeit aus Ostpreußen mit seinem Pferd Lotte und den Gefreiten Wiedenhof auf ihren gefahrvollen Wegen durch Polen. Hier machen „Gespenstergeschichten“ und „Heimatmythen“ die Runde, die nicht nur Kompanieführer Degenkolb den letzten Nerv rauben.

Mehrere Offiziere werden auf unheilvolle Art und Weise mit diesen Geschichten verknüpft, als Vorkommnisse das IR 67 aufschrecken. Vorgesetzte verschwinden, Malteserkreuze sagen den Tod voraus, Pferde können in die Zukunft blicken, und viele im Regiment unken „vom Verhängnis der Kompanie“… der Führung entgleiten dadurch beinahe die Zügel. Dabei steht ihnen ein wichtiger Auftrag bevor: Das Regiment von Treptow soll einen von deutschen Kampfflugzeugen bombardierten polnischen Panzerzug auskundschaften und – falls noch intakt – unschädlich machen. Sie marschieren los, aber nicht nur die Polen werden ihre Gegner sein, Mattrischeits Schauergeschichten begleiten sie überall hin…

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Gewicht 80 g
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