Großband – Heft 151

 3.95

W. Sandner

Der Bataillonskommandeur

Rostow 1942: Ein Bataillon des Infanterie-Regiments 421 im Straßenkampf gegen russische NKWD-Einheiten

72 Seiten

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Beschreibung

Am 9. Juli 1942 begann die dritte Phase der „Operation Blau“. Sie sollte die eigentliche Entscheidung an der Südfront Rußlands bringen: Angriff der deutschen 17. Armee und der deutschen 1. Panzer-Armee mit dem Ziel, die zwischen Donez und Don stehenden russischen Truppen einzuschließen, zu vernichten und dann weiter zum Wolga-Knie bei Stalingrad vorzustoßen, um die kriegswirtschaftlich wichtige Wasserstraße zu sperren.

Marschall Timoschenko, Oberkommandierender der sowjetischen Südfront, machte diesen Plan jedoch zunichte. Er wich im Norden und im Süden aus und kämpfte nur an ganz bestimmten Schwerpunkten. Dadurch konnte die 17. Armee unter General Ruoff die zurückweichenden Sowjets nicht packen, sondern nur vor sich herschieben, und zwar mitten in die große Don-Schleife hinein. Aber dort gab es noch keine deutsche Front, die den Russen einen Riegel hätte vorschieben können. Damit entwichen große Teile der Roten Armee in die Tiefe des Raumes. Das Kernstück des Angriffsplanes „Operation Blau“, schnell Stalingrad zu erreichen, mußte jetzt sogar mit geringeren Kräften durchgeführt werden, weil Generaloberst Kleists 1. Panzer-Armee abzweigte; die 6. Armee marschierte vorerst allein gegen Stalingrad weiter. Die 17. Armee und 1. Panzer-Armee operierten in Richtung Rostow, um diese Stadt, die als „Tor zum Kaukasus“ bekannt war, einzunehmen.

Am 19. Juli durchbrach westlich von Rostow die 17. Armee die russischen Stellungen und stieß mit dem LVII. Panzer-Korps links und dem V. Korps rechts gegen den Don vor. Gleichzeitig griff von Norden her die 1. Panzer-Armee mit dem III. Panzer-Korps Rostow an. Niemand zweifelte daran, daß Rostow fallen würde. An die Propaganda, daß die Russen die Stadt bis zur letzten Patrone verteidigen würden, glaubte niemand. Aber Führung und Soldaten erlebten eine bittere Überraschung. Rostow, von Timoschenko in einen hervorragenden Verteidigungszustand versetzt, leistete den deutschen Truppen einen erbitterten Kampf. Die Stadt mußte Haus um Haus erobert werden. Sie glich einem Heerlager. Alle Straßen waren verbarrikadiert, jedes Gebäude war zum Widerstandsnest geworden. Die deutschen Panzerverbände vermochten zwar eine Bresche in die russischen Verteidigungslinien zu schlagen, aber die Infanterie trug die Hauptlast im Straßenkampf.

Vor dieser Kampfkulisse spielt der vorliegende Band. Der junge Hauptmann Hank, 26 Jahre alt, erhält unvermittelt den Auftrag, ein Bataillon zu übernehmen. Dieses wird der „Kampfgruppe Major Skolik“ zugeteilt, die im Zentrum der Stadt Rostow im Verband der 125. Infanterie-Division in eine schwierige, fast aussichtslose Lage gerät. Hank, Zentralfigur dieser Geschichte, und seine Kompanieführer Leutnant Leufgen, 1. Kompanie, Oberleutnant Friedrich, 2. Kompanie und Leutnant Börner, 3. Kompanie, sollen ein Industriegelände in Besitz nehmen, das von russischen Truppen verteidigt wird. Ein Kampf gegen russische Artillerie, Infanterie, Panzer und Scharfschützen.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 80 g
Author: admin