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Riga muß fallen!
1919: Die Baltische Landeswehr im Vormarsch durch das Baltikum
64 Seiten

Beschreibung
Gerüstet mit Schwert und Schild steht im Herzen von Riga, der Perle des Baltikums, der steinerne Roland vor dem Schwarzhäupterhaus. Über Jahrhunderte hatte in dem herrlichen gotischen Bau die Schwarzhäupterbruderschaft, eine Vereinigung deutscher Kaufleute, ihren Sitz. Auf der Fassade verkündet eine Inschrift auf deutsch: „Den gerechten Gott liebt und ehrt, sein Geschlecht er segnet und vermehrt.“
Im 12. Jahrhundert kommen die Deutschen als Ritter, Mönche und Kaufleute ins baltische Land. Sie bauen Burgen, Kirchen, Herrenhäuser und Städte. Jahrhundertelang stellen sie den Adel und das Stadtbürgertum in Kurland, Livland und Estland (heute die Staaten Lettland und Estland). Anfang des 18. Jahrhunderts gerät das Baltikum unter russische Herrschaft. Aus den Reihen der Deutschbalten kommen zahlreiche Minister, Staatsmänner, Heerführer und Wissenschaftler im Russischen Reich. Aber Ende des 19. Jahrhunderts sehen sich die Deutschbalten doppelt bedrängt. Zunehmend setzt das Zarenreich im Baltikum eine Russifizierungspolitik durch. Zugleich regt sich bei Letten und Esten immer kraftvoller ein neues Volksbewußtsein. In großer Zahl ziehen sie, vordem ländliche Unterschicht, in die deutschbaltischen Städte.
Die untergehende deutschbaltische Welt reißt nach 1914 der Strudel von Krieg und Revolution mit sich. Ab 1915 liegt Riga an der deutsch-russischen Frontlinie. 1917 nehmen deutsche Truppen die Stadt ein. Die verbliebenen Einwohner jubeln, als das graue Heer in Riga einrückt. Bald darauf versinkt Rußland in Revolution und Bürgerkrieg. 1918 schließt Sowjet-Rußland Frieden mit Deutschland und tritt die baltischen Provinzen ab. Das deutsche Heer bleibt im Osten stehen.
Doch im November 1918 rollt die Revolutionswelle über Deutschland. Das deutsche Heer zerfällt. Aus dem Osten fluten die Soldaten ins Reich zurück. Sowjet-Rußland sieht seine Stunde gekommen. Die Rote Armee fällt im Baltikum ein. Sie erobert am 3. Januar 1919 Riga und steht schließlich am Fluß Windau im Westen Kurlands. Dort halten als „Eiserne Brigade“ nur 300 Mann, die Reste des deutschen Heers, gegen sie.
Die Berliner Regierung beginnt nun Freiwillige für den Kampf im Baltikum anzuwerben. Aus der „Eisernen Brigade“ wird die „Eiserne Division“; sie wächst rasch zu einer Stärke von mehreren tausend Mann an. An der Seite der reichsdeutschen Freiwilligen nehmen die Baltendeutschen als „Baltische Landeswehr“ die Waffe in die Hand.
Am 3. März 1919 beginnt der Feldzug. Der Eisernen Division und der Baltischen Landeswehr angeschlossen sind Kampfverbände mit lettischen Freiwilligen. Die Zeit drängt. Furchtbare Nachrichten über die Kommunistenherrschaft in Riga machen die Runde. Die baltendeutschen Kämpfer, die auf den folgenden Seiten ihre Erlebnisse berichten, sind in großer Sorge um ihre Angehörigen und Freunde in Riga…

Zusätzliche Informationen
| Gewicht | 56 g |
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