Freikorps – Heft 30

 3.95

Rote Tage in Berlin

Das „Regiment Reichstag“ im Kampf gegen Spartakus 1919

64 Seiten

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Beschreibung

Nach viereinhalb Jahren Krieg folgt im November 1918 in Deutschland Schlag auf Schlag: Die Revolution bricht aus. Am 9. November fällt die Monarchie, der Kaiser muß gehen. An der Spitze des Reiches steht jetzt der Sozialdemokrat Friedrich Ebert. Am 11. November schweigen die Waffen, der Erste Weltkrieg ist vorbei. Die Zukunft Deutschlands ist ­offen. Die radikale und die gemäßigte Linke ringen um die politische Gestaltung. Mit der Novemberrevolution haben vielerorts „Arbeiter- und Soldatenräte“ die Macht übernommen. Die radikale Linke will nach dem Vorbild Rußland die Revolution weitertreiben und ein „Sowjet-Deutschland“ schaffen. Dagegen ist die gemäßigte Linke unter Ebert bestrebt, das Land in eine Demokratie über­zuführen.

Zur Jahreswende scheint der Traum von einem „Sowjet-Deutschland“ zerplatzt. Mit Gewalt versuchen die Linksradikalen jetzt das Ruder zu ihren Gunsten herumzuwerfen. Überall in Deutschland kommt es ­Anfang 1919 zu Streiks und Unruhen, entzünden sich kommunistische Aufstände.

Ebert ist ein Feind von Aufruhr und Unordnung. Die Revolution ist ihm ein Greuel. Um das Reich vor dem Sturz in die Wirrnis zu bewahren, schließt die Ebert-Regierung ein Bündnis mit den Generälen. Truppen setzen sich in Marsch, Freikorps bilden sich, um die Flammen der Re­volution auszutreten.

Es beginnt in Berlin. Hier im politischen Herzen des Reiches entfesselt der linksrevolutionäre Kampfbund „Spartakus“ Anfang Januar 1919 einen Aufstand. Und während das alte Heer zerfällt, folgen auch hier viele dem Ruf in die Freikorps zu den Waffen, um sich gegen die revolutionäre Welle zu werfen.

Der Autor der Erzählung auf den folgenden Seiten war selbst führend beteiligt an dem spontan entstandenen „Regiment Reichstag“ und dessen Kämpfen mit Spartakus um das Brandenburger Tor und das Zeitungsviertel. Gegründet auf eigenem Miterleben und mit dem Recht freier dichterischer Gestaltung hat er die spannendsten Episoden jener Zeit zu einer romanhaften Handlung verflochten.

Da schlendert am 6. Januar 1919 Othmar Werch, ein kleiner Leutnant, die Potsdamer Straße hinunter. Ein Zufall reißt ihn in den Strudel des gerade ausbrechenden Bürgerkrieges hinein. Er schart ein paar hundert olle Krieger um sich, besetzt den Reichstag und kämpft von hier aus den von Liebknecht entfachten Spartakus-Aufstand nieder.

Offiziere, Politiker, Parteifunktionäre, Aufrührer, Bürger, Soldaten wirbeln in tollem Tempo durch die Erzählung: Blark und Hutschhaus, die Kriegsgewinnler, Eva, die Reichstagstelefonistin, Paula, das Verhältnis, von Mannkopf und Renker, Offiziere und Spielklubplünderer in einer Person, Drake, der Rebell, der grinsende Leichengustav, Wartenheimer, dem der Anhalter Bahnhof gehört, und die guten Kameraden Willi und Reinstock…

Zusätzliche Informationen

Gewicht 56 g
Author: admin