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H. Flack
Boelckes „Sture“
Rußland 1942–44: Das Kampfgeschwader 27 „Boelcke“ in den Unternehmen „Habicht“, „Eule“ und „Uhu“
64 Seiten

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Beschreibung
Die Aufgabe der strategischen Luftwaffe, der Kampfflieger, bestand in der Bekämpfung kriegswichtiger Objekte und Nervenzentren im Hinterland des Gegners. Für die riesigen Weiten Rußlands hatte die deutsche Luftwaffe für diese Aufgabe jedoch zu wenige Flugzeuge. Sie lag schwerpunktmäßig hinter der langen Front verteilt und unterstützte das Heer im Gefecht der verbundenen Waffen. Die Kampfflieger waren an der Ostfront vor allem im Erdkampfeinsatz. Wo es brannte, ob der Feind angriff oder die eigenen Truppen zur Offensive antraten, überall wurden sie gebraucht. Oft wurden sie an Brennpunkte geworfen, verlegten von einem Frontabschnitt zum anderen. Sie flogen vor Leningrad, am Ilmensee, sie versorgten die eingeschlossenen Truppen im Kessel von Demjansk und halfen, sie herauszuhauen. An der Front bei Woronesch hielten sie den Heerestruppen den Gegner vom Leib und nahmen an den Schlachten um Charkow teil. Sewastopol wurde von ihnen mürbe geworfen, und weit in den Kaukasus hinein trugen sie ihre Bomben, um den Gegner immer in Bewegung zu halten. Aus Stalingrad holten sie unter schwierigsten Bedingungen Verwundete und Spezialisten heraus, und dann begann der Kampf um den Kaukasus. Es gab viel mehr Aufgaben, als die paar hundert Kampfflugzeuge zu bewältigen vermochten, und immer lauter fragten die Infanteristen: „Wo bleiben unsere Flieger?“ Sie waren da, sie flogen Tag und Nacht – aber ihre Zahl war zu gering. Die Kampfflieger zur Ausführung großer Schläge zusammenzuziehen, hätte die Landser an der Ostfront ihrer wirkungsvollsten Unterstützung beraubt.
Im Frühjahr 1943 war nach den großen Bewegungen der Wintermonate die Ostfront für eine Zeitlang erstarrt. Die größte Beanspruchung hatte in der letzten Zeit am Kuban gelegen, und auch hier hatten die Russen das Anrennen gegen die deutschen Linien zunächst eingestellt. Jetzt brauchte man die deutschen Kampfflieger nicht mehr täglich an der Front. Sie waren für andere Aufgaben frei: kriegswichtige Objekte im feindlichen Hinterland zu vernichten.
Das Kampfgeschwader (KG) 27 „Boelcke“ nahm sich erfolgreich dieser Aufgaben an. Zahlreiche am Boden abgestellte Flugzeuge, Panzerwerke und gepanzerte Fahrzeuge fielen ihm zum Opfer, ob in Gorki und in Charkow 1943, in Kiew, in Tscherkassy und Poltawa 1944 und schließlich in der Reichsverteidigung 1944/45. Aber die Erfolge konnten nicht darüber hinwegtäuschen, daß das KG „Boelcke“, wie alle anderen Fliegerverbände auch, ausblutete. Trotzdem stiegen sie Tag für Tag auf, um sich den russischen und amerikanischen Flugzeugen zu stellen; und noch so manches Mal konnten sie den Gegner überraschen…
Warum die Landser dem Kampfgeschwader den Namen „Sture“ verpaßt hatten, erfährt der Leser im vorliegenden Band.

Zusätzliche Informationen
| Gewicht | 56 g |
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