Doppelband – Heft 82

 3.95

K. Kollatz
Der letzte Befehl

Generalmajor Max Sachsenheimer führt seine Männer mit letztem Einsatz durch die Schlachten in West und Ost

130 Seiten

Beschreibung

Max Heinrich Sachsenheimer wurde am 5. Dezember 1909 in Mühlbach bei Eppingen im Kreis Sinsheim/Baden geboren. Er besuchte die Real­schule in Eppingen, machte dort sein Einjährigen-Examen und ging an­schließend zur Oberrealschule nach Heilbronn. ach Abschluß der Primareife zeigte er bereits großes Interesse an militärischen Dingen, und so meldete er sich schon im Jahre 1927 freiwillig zur damaligen Reichswehr. Am 17. April 1928 kam er zur 2. Kompanie des Badischen Infanterie-Regiments 14 nach Meiningen. 1932 zum Unteroffizier beför­dert, absolvierte Sachsenheimer in Ulm einen Ausbildungskurs für Offi­ziere aus dem Unteroffiziersstand und wurde am Juli 1934 Leutnant. Vom 1. Juli 1934 an war er Kompanieoffizier in der I./IR 75. Leutnant Sachsenheimer leitete im folgenden Jahr zwei Kurse für Reserveoffiziers­anwärter, ab September 1935 war er in seiner alten Garnison Villingen Nachrichtenoffizier des 1./IR 75. Gleichzeitig wurde er Führer des Stabspersonals seines Bataillons. Am 7. März 1936 rückte auch Max Sachsen­heimer mit dem Regiment in die Freiburger Kaserne ein, nachdem im Rheinland die sogenannte „entmilitarisierte Zone” aufgehoben worden war. Bei der Rheinlandbesetzung kam Max Sachsenheimer, inzwischen zum Oberleutnant befördert, mit dem I. Bataillon nach Offenburg.
Im Herbst 1937 wurde er als Regiments-Nachrichten-Offizier zum Stab des IR 75 nach Freiburg versetzt. Mit seinem Regiment nahm Sachsenhei­mer auch am Einmarsch ins Sudetenland teil. Nach Rückverlegung in die alten Garnisonen erhielt Max Sachsenheimer zu seiner besonderen Freu­de den Befehl, die 1. Kompanie des Regiments zu übernehmen, in der er vier Jahre zuvor Leutnant und Zugführer gewesen war.
Am 25. August 1939 wurde die gesamte Division alarmiert. Generalleut­nant Fahrmbacher erhielt den „X-Befehl ” und hatte nunmehr einen Ver­teidigungsabschnitt im Westwall zu übernehmen. Nach Abschluß des Feldzugs erfolgten die Verlegung in die Eifel, später in den Raum Trier, und die Vorbereitung auf den Westfeldzug. 1940 war die Division als Teil der Heeresgruppe A am Westwall im Einsatz, marschierte durch Luxem­burg, eroberte die Festung Longwy und wurde am Chiers und der Aisne in Gefechte verwickelt.
Damit begann der Kriegseinsatz von Oberleutnant Max Sachsenheimer, der erst am 9. Mai 1945 enden sollte. Von nun an war die stän􀀖ige Sorge um seine Soldaten sein Hauptanliegen: ,,Mein ganzes Streben geht da­hin, Menschen zu schonen. Dies ist mit vielen Sorgen und mit großem Einsatz des Willens und aller Seelenkraft verbunden … Wissen, Können, Verantwortungsgefühl sind Voraussetzungen, um Blut zu sparen. Der be­ste Soldat ist der, der einen festen Charakter hat und sich für alles veran t­wortlich fühlt. Nur gute Menschen können auch gute Soldaten sein und Menschen führen. ”
Sechs schwere Jahre lang und auf allen Kriegsschauplätzen versuchte er, dieser Maxime gerecht zu werden. Lohn sind im Februar 1945 die Schwer­ter, aber bis dahin ist es noch ein langer Weg…

Zusätzliche Informationen

Gewicht 80 g
Author: admin