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B. Wagner
Das letzte Bataillon entscheidet!
Vorstoß an die Wolga 1942: Die 76. Infanterie-Division etabliert mit der 6. Armee einen Brückenkopf am Don
130 Seiten

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Beschreibung
Am 28. Juni 1942 beginnt am Südabschnitt der deutschen Ostfront die Sommeroffensive der Wehrmacht. Zur Wolga soll es gehen und zu den Ölfeldern des Kaukasus. Doch auch Hitlers zweiter Feldzug in der Sowjetunion scheitert – an der Überdehnung der eigenen Kräfte und einer neuen sowjetischen Taktik. Während Hitler sich immer weniger in die operative Führung hineinreden läßt, folgt der sowjetische Diktator in allen operativen Führungsfragen dem Rat seiner Generäle. Die von Hitler nicht erkannte Taktik der Russen – die „strategische Defensive“ – veranlaßt ihn zu der Annahme, die Rote Armee sei derart geschwächt, daß das erste Hauptziel des Feldzugs, die Vernichtung der sowjetischen Truppenkonzentrationen „vorwärts des Don“ in Kürze erreicht werden könnte. Nach der Sperrung der Wolga bei Stalingrad sollte sich die Heeresgruppe Süd dann auf die Einnahme des Kaukasus konzentrieren. Aber auch am Don entziehen sich die Kräfte der Roten Armee den deutschen Vorstößen und Einkesselungsversuchen durch planmäßige Rückzugsbewegungen.
Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Süd, Fedor von Bock, erkannte in den planmäßigen, schnellen Rückzügen den Plan der Roten Armee, bezweifelte den Erfolg durch weitere Kesselschlachten und wurde daraufhin abgesetzt. Statt dessen glaubte Hitler mit der operativen Aufspaltung der Heeresgruppe Süd in die Heeresgruppen A und B beide Ziele – Kaukasus und Stalingrad – gleichzeitig erreichen zu können. Ein gefährlicher Trugschluß.
Ein Trugschluß, dem letztendlich die 6. Armee zum Opfer fallen wird und mit ihr die 76. Infanterie-Division (ID), die im Verband der 6. Armee an die Wolga vorstößt. Ende Juli 1942 erreichte die 6. Armee und damit auch die 76. ID Kalatsch am Don, etwa 85 km westlich von Stalingrad. Erstmals verteidigten hier die Russen mit der sowjetischen 1. Panzerarmee, der 62. Armee und der 64. Armee. Die Kämpfe dauerten bis zum 8. August, an diesem Tag konnte Generaloberst Friedrich Paulus, Kommandeur der 6. Armee, die Einschließung der russischen Truppen bekanntgeben. Dieser Erfolg bestätigte abermals die deutsche Führung, es brauchte nur noch wenige Wochen, um Rußland niederzuringen. Daß dieser Erfolg den Russen in die Hände gespielt hatte, zeigte sich, als die 76. ID weiter auf Stalingrad antreten sollte. Hauptmann Gernot von Röttgen, Kompanieführer in der 76. ID, hatte nur zu gerne geglaubt, daß es nur noch Tage, vielleicht Wochen bedurfte, den Gegner in die Knie zu zwingen. Aber was er und seine Kameraden auf dem weiteren Weg an die Wolga erleben müssen, läßt erstmals Zweifel aufkommen, ob die Rote Armee tatsächlich so aufgerieben ist, wie von der Führung propagiert…

Zusätzliche Informationen
| Gewicht | 80 g |
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