Doppelband – Heft 163

 4.95

K. Kollatz

Ein Soldat „modelt“ sich durch

Generalfeldmarschall Walter Model als Kommandeur in den Schlachten des Zweiten Weltkrieges

130 Seiten

Beschreibung

Generalfeldmarschall Walter Model war einer der bedeutendsten Heerführer des Zweiten Weltkrieges, doch bereits in den Jahren zuvor wirkte er maßgeblich am Aufbau der deutschen Armee mit. In Krieg und Frieden hatte er alle wichtigen Stellungen im Generalstab und in der Truppe innegehabt und ihre Aufgaben gemeistert. Sei es als aktiver Offizier und Frontsoldat im Ersten Weltkrieg, als Bataillons- und Regimentskommandeur, als Generalstabs­offizier im Kriegsministerium und Chef des Generalstabes eines Armeekorps, immer ging Walter Model voran.

Während des Zweiten Weltkrieges zeichnete er sich vor allem als Kommandeur der 3. Panzer-Division aus. Generalfeldmarschall Erich von Manstein hat Walter Model treffend charakterisiert, als er schrieb: „Ich kannte Model gut aus der Zeit, als er unter mir die 8. Abteilung des Generalstabs hatte, der die Beobachtung der technischen Entwicklung und ihre Auswertung für die vom Generalstab zu stellenden Forderungen oblag. Er hatte in dieser Stelle sehr nützlich – nach der Art eines Hechtes im Karpfenteich – in den Ämtern des Ministeriums gewirkt. Später hatte er mir als Chef des Generalstabes der 16. Armee im Rahmen der Heeresgruppe A, deren Generalstabschef ich war, bei der Vorbereitung der Westoffensive unterstanden. Model war zweifellos ein besonders befähigter Generalstabsoffizier, klug, von klarem Urteil und schneller Auffassungsgabe. Mittelgroß, eher zierlich als kräftig gebaut, mit vollem schwarzen Haar und lebhaften Augen, die manchmal einen stechenden Blick annehmen konnten, wirkte er jung und frisch und war zäh und von großer Leistungsfähigkeit. Seine hervorstechendste Eigenschaft war eine außergewöhnliche Energie, die allerdings der Rücksichtslosigkeit nicht entbehrte. Mit ihr verband er große Sicherheit im Auftreten und Bestimmtheit bei der Äußerung seiner Meinung. Seiner Veranlagung nach war er ein Optimist, der Schwierigkeiten nicht anerkannte. Dies, seine unzweifelhafte Tatkraft sowie schließlich die Tatsache, daß er sich um ein gutes persönliches Verhältnis zu den Spitzen der Regierung bemühte, mußte ihn Hitler empfehlen… Doch Model war Hitler nicht hörig. Er hat Hitler gegenüber seine militärischen Ansichten rückhaltlos vertreten.

In jedem Falle war Model ein entschlossener Soldat, der seine Person rücksichtslos einsetzte und das gleiche von seinen Untergebenen, oft in brüsker Form, verlangte. Stets war er an den kritischen Stellen der von ihm befehligten Front zu finden. Es hat für den klugen Strategen Model nicht gelangt, als Führer einer kühnen Operation den Lorbeer des Siegers zu pflücken. Er wurde mehr und mehr der Mann, den Hitler einsetzte, um an einer bedrohten oder ins Wanken geratenen Front die Lage wiederherzustellen, und hat in diesen Aufgaben Außergewöhnliches geleistet.“

 

Zusätzliche Informationen

Gewicht 80 g
Author: admin