Originalband – Heft 236

 3.25

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C. Boehm

“Toten”kopf Balyka

Ostfront 1943: Das Panzergrenadier-Regiment 20 in schweren Kämpfen um die Brückenköpfe am Dnjepr

64 Seiten

Beschreibung

Ein Mann sollte erneut die Situation an der Ostfront nach dem Scheitern des Unternehmens „Zitadelle“ retten: Generalfeldmarschall Erich von Manstein. Die Heeresgruppe Süd unter seinem Kommando sollte den sowjetischen Vormarsch zum Dnjepr stoppen. Nach der Sommeroffensive der Roten Armee folgte ab August 1943 die Fortsetzung, die ein Zurückgehen hinter den Dnejpr erforderlich machte. Während die deutsche Wehrmacht diesen Rückzug von Zehntausenden Soldaten plante, nahm die Rote Armee eine Reihe größerer Städte ein – Sumy, Tschernigow und Poltawa, erreichte den Dnjepr und errichtete eine Reihe von Brückenköpfen an dessen westlichem Ufer. Jetzt galt es, den Russen die Möglichkeit zu nehmen, aus diesen Brückenköpfen heraus die deutschen Divisonen am Übertritt über den Fluß zu hindern. Zudem wurde auf deutscher Seite befürchtet, daß die Rote Armee die Brückenköpfe so schnell wie möglich verstärken würde, nicht nur mit Artillerie, sondern auch mit Panzern, was tatsächlich am 10. Oktober geschah, als nördlich Kanew 350 Panzer in den Dnjeprbogen übergesetzt wurden und schon Tage später schwere Angriffe gegen das rechts der 10. Panzer-Grenadier-Division anschließende XXXXVIII. Panzerkorps begannen.

Das Panzergrenadier-Regiment 20, der gerade aufgestellten 10. Panzergrenadier-Division unterstellt, erhielt den Befehl, an die Flußufer des Dnjepr vorzustoßen und nach der Räumung der Stellung in Kanew den Brückenkopf Balyka zu eliminieren.

Die der 10. Panzergrenadier-Divison angegliederte Sturmgeschütz-Abteilung 239 sollte die Grenadiere bei dieser schwierigen Auf­gabe unterstützen und sich den Panzern entgegenwerfen. Aber die Russen hatten längst Brücken über den Fluß geschlagen und sich kontinuierlich mit Infanterie, Artillerie und Panzern verstärkt, die ohne Unterlaß auf den deutschen Abwehrring einschlugen.

Der Druck auf die deutsche Wehrmacht nahm derart zu, daß im November beschlossen wurde, die Stellungen vor Balyka zu räumen und sich nach Westen hin abzusetzen. Als sich die Zeichen mehrten, daß der Russe die Einnahme Schitomirs vorbereitete, wurden auch letzte Nachhuten abgezogen. Zurück blieb der „Toten“kopf Balyka…

 

Zusätzliche Informationen

Gewicht 150 g
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