Flieger – Heft 86

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M. Reindl

Himmel und Hölle

Luftkrieg 1942-44: Mit Oberfeldwebel Heinz Vinke und dem Nachtjagdgeschwader 1 in der Reichsverteidigung

64 Seiten

 

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Beschreibung

Die Nachtflugausbildung stellte hohe Anforderungen, die der Pilot beherrschen mußte, wenn er als Nachtjäger bestehen wollte. Anders als bei der Tagfliegerei mußte ein Pilot bei der Nachtjagd sein Flugzeug einwandfrei nach Instrumenten steuern und schnell reagieren und schießen können, wenn ein Bomber erst auf einige Dutzend Meter Entfernung aus dem Dunkel heraustrat. Alles hing von Sekundenbruchteilen ab, nur der Schnellere konnte den Feind bezwingen. Einer, der zu einem Fliegerasse in der Nachtjagd aufstieg, war der junge Heinz Vinke.
Heinz Vinke wurde am 20. Mai 1920 in Barby/Sachsen-Anhalt ge­boren. Seine Eltern waren der Kaufmann Heinrich Vinke und dessen Ehefrau Martha, eine geborene Rehse. Die Eltern unterhielten ein kleines Lebensmittelgeschäft, so daß die Laufbahn des Jungen eigentlich schon vorgezeichnet war. Heinz besuchte in Barby die Volksschule. Für den Wunsch seines Vaters, Kaufmann zu werden und das eigene Geschäft zu übernehmen, hatte er jedoch kein Verständnis, sein Interesse galt von jeher der Fliegerei. Er trat in die Flieger-HJ ein und wurde Mitglied eines Segelfliegerclubs in seiner Heimat. Schon bald zeichneten sich seine Fähigkeiten in diesem Sport ab. Als begnadeter Segelflugpilot erwarb er bereits mit 15 Jahren den A- und B-Segelflugschein. Auch in der Theorie, wenn es um Thermik, Meteorologie und Flugleistung und -planung ging, war er bewandert, so daß er manch älteren Flieger zum Staunen brachte. Zum Schluß absolvierte er sogar noch die Prüfung für den C-Schein.
Am 1. Oktober 1937 trat er seine Tätigkeit beim Reichsarbeitsdienst an und meldete sich anschließend freiwillig zur Luftwaffe, wo er ab dem 1. April 1938 seinen Dienst versah. Nach seiner militärischen und fliegerischen Ausbildung kam er im November 1939 zur Blindflugschule 2 nach Stargard in Pommern, wo er auch seine spätere Frau kennenlernte. Erst zum Zerstörerflieger ausgebildet, wechselte er in die (Nah-)Nachtjagd, eine taktische Defensive gegen alliierte Bomberan- und abflüge über Deutschland. Die Fernnachtjagd ging bis über die Flugplätze in Großbritannien.
1940 wurde Heinz Vinke zum Unteroffizier befördert, in diesem Jahr erhielt er auch das Flugzeugführerabzeichen. Im Frühsommer 1941 hatte er sämtliche Ausbildungen abgeschlossen, und Heinz Vinke wurde in die 5. Staffel des NJG 2 versetzt, die am 1. Oktober in 11. Staffel/NJG 1 umbenannt wurde.
Der vorliegende Band begleitet Heinz Vinke die nächsten Jahre bei seinen Kampfeinsätzen in der Luft, beschreibt Erfolge und Verluste und zeigt auf, wie schnell der Himmel zur Hölle werden kann…

 

Zusätzliche Informationen

Gewicht 150 g
Author: admin