Doppelband – Heft 101

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E. Nürnberger

Unbarmherzige Inseln

Unternehmen „Beowulf”: Im September 1941 erobert die 61. Infanterie-Division die Inseln Moon und Ösel

 

Beschreibung

Am 22. Juni 1941 eröffnete das Deutsche Reich auf breiter Front den Krieg gegen die Sowjetunion. Drei deutsche Heeresgruppen stießen gemäß dem Angriffsplan „Barbarossa“ nach Osten vor. Anfang September stand die Heeresgruppe Nord vor Leningrad, die Heeresgruppe (Hgr.) Mitte eroberte Bialystok, Minsk sowie Smolensk.  Wichtig war zu diesem Zeitpunkt die Rückgewinnung der drei baltischen Länder, sie sollten nach Planungen aus dem Jahr 1938 als mögliche „Rollbahn“ für einen schnellen Vorstoß nach Leningrad dienen. Aber die Rote Armee war dem zuvorgekommen. Nach der Niederwerfung Polens 1939 marschierte die Rote Armee an den Grenzen der baltischen Staaten auf. Moskau forderte die Gewährung von Stützpunkten und den Abschluß von Beistandspakten. Nach manipulierten Wahlen wurde Estland im August 1940 Teil der UdSSR. Die Sowjetisierung der drei Länder war bis zum Einmarsch der Heeresgruppen schon weit fortgeschritten, und so war es nicht verwunderlich, daß sich der estnische Ministerpräsident Jüri Uluots im Juli 1941 an den Oberbefehlshaber der deutschen Heeresgruppe Nord, Wilhelm Ritter von Leeb, wandte und um Unterstützung bat.

Zwei Wochen nach Beginn des „Unternehmens Barbarossa“ drangen deutsche Truppen ins Baltikum ein. Nach nur zehn Tagen war die lettische Hauptstadt Riga erreicht. Tage später die estnische Hauptstadt Reval.

Die 61. Infanterie-Division, dem XXVI. Armeekorps der 18. Armee (HGr. Nord) unterstellt, nahm an den Kämpfen um Reval teil und wurde anschließend an der Operation „Beowulf“ beteiligt, der Einnahme der estnischen Inseln Moon, Ösel und Dagö, wo seit 1940 mehrere russisch-estnische Garnisonen stationiert waren. Mehrere Scheinunternehmungen der Kriegsmarine sollten das Landungsunternehmen „Beowulf“ decken und den sowjetischen Widerstand nach See hin ablenken. Gleichzeitig standen die Pioniere der 61. Infanterie-Division im Raum Werder an der Westküste Estlands bereit, um am 14. September mit Landungsbooten in mehreren Wellen über den großen Sund transportiert zu werden; Landepunkt war die Ostseite von Moon. In Sturmbooten sollte im Anschluß Ösel erreicht werden, um einen Brückenkopf zu bilden. Aber schon der Transport und die Anlandung an der gut gesicherten und mit Bunkern und Befestigungen verstärkten Insel Moon bereitete enorme Schwierigkeiten. Die Verluste waren von Anfang an verheerend. Zwei Wochen lang sollten schwere Kämpfe um die  drei „unbarmherzige Inseln“ toben…

Zusätzliche Informationen

Gewicht 50 g
Author: admin