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M. Ortler
Angriff der Wolchow-Front
Leningrad 1941/42: Die 215. Infanterie-Division in Durchbruchskämpfen zwischen Wolchow und Tichwin
130 Seiten

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Beschreibung
Im Oktober 1941 setzte die Heeresgruppe Nord zum Vorstoß auf Tichwin an. Als die deutschen Verbände Tichwin nach schweren Kämpfen am 8. November einnahmen, waren sie so verlustgeschwächt, daß sich Anfang Dezember abzeichnete, die Stadt bei sowjetischen Gegenangriffen nicht halten zu können. Am 14. Dezember war die Stadt wieder in der Hand der Roten Armee. Vor der gewaltigen sowjetischen Übermacht mußten die ostwärts des Wolchow stehenden deutschen Truppen das erkämpfte Gelände dem Feind überlassen. Die Truppen setzten sich auf den Wolchow ab.
Für die aus Frankreich an die Ostfront verlegte 215. Infanterie-Division (ID) begann nun eine Zeit schwerer Kämpfe. Am 24. November war die Division der 16. Armee unterstellt worden und sollte zunächst beiderseits der Rollbahn Spaskaja–Polistj–Tschudowo–Ljuban ihren Unterkunftsraum beziehen, um von dort in den Einsatz zu gehen.
Die Lage im Raum Tichwin hatte sich durch die andauernden Flankenangriffe der Sowjets gegen die Versorgungswege des XXXIX. Armee-Korps inzwischen so verschlechtert, daß die 16. Armee umgehend den Einsatz der 215. ID befahl. Die ersten Teile der 215. ID wurden zur überlebens-wichtigen Versorgungsader des XXXIX. AK verlegt, um die Rollbahn gegen die zunehmenden Flankenangriffe der Sowjets zu schützen und die dort eingesetzte 20. ID zu unterstützen.
Ab dem 5. Dezember übernahm die 215. ID den bisherigen Abschnitt der 20. ID und stand nun auf einer Breite von fünfzig Kilometern einem weit überlegenen Feind gegenüber. Der Gegner konnte durch ständiges Nachziehen frischer Reserven in das von deutschen Truppen geräumte Gebiet einsickern und gelangte mit starken Kampfgruppen noch vor den zurückgehenden Landsern über den Fluß. Der Gegner konnte im Anschluß auf breiter Front gegen die im Aufbau befindliche neue Frontlinie vorgehen. Er wollte die nur wenige Kilometer hinter dem Wolchow befindliche Rollbahn Mjasno–Tschudowo sowie die parallel dazu verlaufende Eisenbahnlinie erreichen und den Nachschubverkehr hinter der deutschen Front unterbinden. Bereits Ende Dezember entbrannten erste schwere Kämpfe. In dieser brenzligen Situation mußten die Landser der 215. ID zu Beginn des Jahres 1942 ausgerechnet gegen die neu aufgestellte Wolchow-Front antreten…

Zusätzliche Informationen
| Gewicht | 80 g |
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