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Schnee und Blut
Die Baltische Landeswehr im Kampf um den Osten 1919/20
64 Seiten

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Beschreibung
Im Mittelalter zogen deutsche Ordensritter ins baltische Land. Geistliche, Kaufleute, Städtebauer folgten ihnen. In Kurland, Livland und Estland (die späteren Staaten Lettland und Estland) schufen sie die deutschbaltische Welt. Nach über 700 Jahren sammeln sich ihre Nachfahren zu einem neuen Heer, als ihrer Heimat der Untergang droht…
Mitten im Ersten Weltkrieg ergreifen 1917 die Kommunisten in der Oktoberrevolution die Macht in Rußland. Das Riesenreich versinkt im Bürgerkrieg. Die neuen Herren in Moskau schließen im März 1918 Frieden mit Deutschland, dessen Heer im Krieg weit nach Osten vorgedrungen ist. Sowjet-Rußland verzichtet auf die baltischen Provinzen.
Im November 1918 ist Revolution in Deutschland. Das deutsche Heer beginnt sich aufzulösen. Moskau sieht die Gelegenheit, die verlorenen Provinzen wiederzugewinnen. Die Rote Armee überrennt das Baltikum. Als „Eiserne Brigade“ halten zu Jahresbeginn 1919 wenige hundert Deutsche am Windau-Fluß im Westen Kurlands gegen die rote Flut.
Die deutsche Grenze ist bedroht. Berlin rüstet zum Gegenstoß. Aus ganz Deutschland strömen jetzt Freiwillige nach Osten zum Kampf. Die reichsdeutschen Verbände wachsen zur „Eisernen Division“. Derweil treten die deutschbaltischen Freiwilligen in die Reihen der „Baltischen Landeswehr“. Ihr Kampf gilt der Befreiung ihrer Heimat, ja dem Fortleben ihrer Welt.
Der Feldzug beginnt am 3. März 1919. Den deutschen Kampfverbänden angeschlossen sind antikommunistische Letten. Der Vormarsch verläuft erfolgreich. Am 22. Mai nimmt die Landeswehr Riga ein. Doch mit dem Zurückdrängen der Sowjet-Russen brechen die Gegensätze zwischen den Deutschen und den nach Unabhängigkeit strebenden Letten sowie Esten auf. Die offene Auseinandersetzung ist unabwendbar. Im Juni 1919 schlagen in der Schlacht von Wenden estnisch-lettische Truppen die Landeswehr und deutsche Freikorps.
Nach den Waffenstillstandsbestimmungen untersteht die Landeswehr nun dem lettischen Oberbefehl. Im August verlegt sie an die sowjetische Front in die Landschaft Lettgallen in Ostlettland. Hier, wo auch alteingesessene russische Bauern leben, wird die Landeswehr bis zum Januar 1920 den Feldzug führen.
Auf den folgenden Seiten schildern Landeswehrangehörige Ausschnitte des Kampfes. Sie berichten vom unerbittlichen Winterkrieg im russisch-lettischen Grenzgebiet. Doch die Erinnerungen setzen ein mit dem Sturm auf Riga am 22. Mai 1919. In den Gefängnissen der Stadt halten die Kommunisten Hunderte deutschbaltische Frauen, Kinder und Greise gefangen. Das Morden hat bereits begonnen. Für die heranrückenden Landeswehrkämpfer wird der Vormarsch zu einem verzweifelten Wettlauf gegen die Zeit…

Zusätzliche Informationen
| Gewicht | 56 g |
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