Flieger – Heft 121

 3.95

K. Adrian

Angriff auf die „Juno“

Kretische Küste 1941: Die See-Luftschlacht zwischen dem Schlachtgeschwader 3 und der britischen „Force C“

64 Seiten

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Beschreibung

Am 25. März 1941 trat Jugoslawien dem Dreimächtepakt zwischen Deutschland, Italien und Japan bei. Nur zwei Tage später, am 27. März 1941, stürzte nach einem Militärputsch die deutschfreundliche Regierung. Damit wechselte die neue jugoslawische Regierung ins britische Lager. Aus diesem Grund war eine Sicherung der deutschen Südostflanke unumgänglich, insbesondere im Hinblick auf die wichtige Rohölversorgung aus den rumänischen Ölfeldern bei Ploesti. Noch am gleichen Tag erließ Hitler die Weisung 25 – den Feldzug gegen Jugoslawien und den Angriff auf Griechenland. Das Heer ließ die 2. Armee unter Generaloberst von Weichs und die 12. Armee unter Generalfeldmarschall Wilhelm List aufmarschieren.

Die Luftwaffe stellte für diesen raschen Vorstoß auf dem Balkan eine schlagkräftige Streitmacht unter dem Oberbefehl der Luftflotte 4 bereit. Ihr Kommandeur, Generaloberst Alexander Löhr, koordinierte eine Vielzahl von Verbänden, die teils direkt, teils über nachgeordnete Führungsstäbe ein­gesetzt wurden.

Unmittelbar der Luftflotte 4 unterstanden Aufklärer der 4. Staffel/Fernaufklärergruppe 121 sowie das Kampfgeschwader 2 (Stab, I. und III. Gruppe) und Teile des KG 3, des KG 51 und des KG 4. Für den Einsatz im Raum Graz war der Fliegerführer Graz verantwortlich. Ihm gehörten das Stukageschwader 3 mit der II./SG 77, der Stab der II./JG 54 sowie die I./JG 27 an – kampferprobte Jagd- und Sturzkampfverbände, die schnelle Unterstützung aus der Luft gewährleisten sollten.

Im Raum Arad übernahm der Fliegerführer Arad das Kommando über starke Sturzkampf- und Jagdkräfte: Stab, I. und III./St.G. 77, die I./ZG 26 (Zerstörer), Stab, II. und III./JG 77 sowie Teile der JG 54. Diese Verbände waren besonders für den Erdkampf und die Jagdsicherung im unmittelbaren Operationsgebiet vorgesehen.

Eine zentrale Rolle spielte das VIII. Fliegerkorps unter dem erfahrenen Generaloberst Wolfram von Richthofen. Dieses Korps brachte zusätzliche Aufklärer (u.a. 2./FAG 11 und 7./(Aufkl.) LG 2), Seenotstaffeln und vor allem starke Schlacht- und Sturzkampfgruppen mit: Stab, I. und III./SG 2, I./SG 3, I./SG 1, die II.(Schlacht)/LG 2 und weitere Zerstörer- und Jagdgruppen. Mit der I.(Kampf)/LG 1 und der Transportgruppe IV./KG z.b.V. 1 verfügte Richthofen auch über zweimotorige Bomber und Transportkapazitäten. Ergänzt wurde die Luftflotte 4 durch die in Rumänien stationierte III./JG 52 sowie verschiedene Reserveeinheiten des Luftgaukommandos XVII.

Im Mittelmeerraum blieb das X. Fliegerkorps unter General der Flieger Geisler in Taormina auf Sizilien in Bereitschaft. Es umfaßte Teile des Lehrgeschwaders 1, die III./KG 30, die III./ZG 26 und die berühmte 7. Staffel des JG 26 unter Oberleutnant Joachim Müncheberg. Seine Aufgaben waren vielfältig: Malta niederhalten, den Nachschub nach Nordafrika sichern und gleichzeitig Angriffe im Seeraum um Kreta durchführen – eine strategische Absicherung der Südflanke, die den Balkan-Feldzug flankierte.

So stand im Frühjahr 1941 eine der konzentriertesten Luftwaffenstreitmächte des gesamten Krieges bereit – technisch modern, kampferprobt und auf einen schnellen, entscheidenden Schlag ausgerichtet.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 56 g
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