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Höllenritt
1921: Die Schwarze Schar im Ringen um Oberschlesien
64 Seiten

Beschreibung
Nach viereinhalb Kriegsjahren versinkt Deutschland im Herbst 1918 in der Revolution. Am 9. November dankt der Kaiser ab, an der Spitze des Reiches steht jetzt der Sozialdemokrat Friedrich Ebert. Am 11. November schweigen die Waffen.
Die gemäßigte Linke unter Ebert will das Land in eine Demokratie überführen. Radikale Linke wollen die Revolution weitertreiben und ein „Sowjet-Deutschland“ schaffen. Zum Jahresende sehen die Radikalen ihre Felle immer mehr davonschwimmen. Jetzt versuchen sie, mit Gewalt die Wende herbeizuführen. Nach dem Jahreswechsel erlebt das Land eine Welle von Unruhen, Streiks und Aufständen.
Das Herz des Aufruhrs bildet Berlin. Anfang Januar 1919 entfacht der revolutionäre „Spartakus-Bund“ in der Reichshauptstadt einen Aufstand. Um ihn niederzuschlagen, verbündet sich Ebert mit den Generälen. Und während sich das Weltkriegsheer auflöst, folgen viele einem neuen Ruf zu den Waffen. Als Freiwillige schließen sie sich den jetzt überall entstehenden Freikorps an, bereit zum Kampf gegen den Umsturz.
Die folgenden Seiten begleiten den Leutnant Othmar Werch durch die Spartakus-Tage. Werch geriet in Berlin in den Strudel des beginnenden Aufstandes. Mit einigen hundert Mann besetzte er den Reichstag und schlug Spartakisten zurück. Für die Truppe unter der Führung von Werch und seinem guten Kameraden Reinstock, einem Bankdirektorsohn, gibt es noch immer reichlich zu tun. Doch manchen harten Kampf ficht Werch nicht mehr mit Spartakisten, sondern in dem Geflecht aus Personen, Kräften und Richtungen, zwischen denen er ausgleichen und vermitteln muß.
Die konservativ und monarchistisch eingestellten Generäle haben ein wachsames Auge auf Werchs republikanisch gesinnte Truppe. Zugleich sitzen dem Leutnant mit mißtrauischem Blick Abgesandte der sozialdemokratischen Partei im Nacken. Da ist der schießfreudige Wartenheimer, der es sich mit seinen Leuten im Anhalter Bahnhof „gemütlich“ gemacht hat. Da sind Mannkopf und sein Adjutant Renker, die mit nächtlichen Spielklubplünderungen eine Einnahmequelle aufgetan haben. Da ist der schwammige Blark, der das „Regiment Reichstag“ finanziert. Da ist Stablink, der, von Werch in die Truppe geholt, zu einer stillen Bedrohung für ihn wächst. Und da ist Reinstocks jüngerer Bruder, der als Leutnant im Edenhotel in das Geschehen um den Tod der Spartakus-Führer Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg gezogen wird.
Doch noch ist „Spartakus“ nicht niedergerungen. Das Berliner Zeitungsviertel bildet einen Brennpunkt des Aufstandes. Bewaffnete Spartakisten haben die großen Verlagshäuser besetzt. Werch und seine Leute machen sich zur Rückeroberung bereit…

Zusätzliche Informationen
| Gewicht | 56 g |
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