Soldaten – Heft 72

 3.95

W. Franken

Oberleutnant Bruno Freiherr von Brackel

Der erfolgreiche Panzerkommandant des Panzer-Regiments 15 nimmt mit seinem III. Zug Berditschew ein

64 Seiten

Lieferzeit: 2-4 Werktage

Kategorie:

Beschreibung

Bruno Freiherr von Brackel wurde am 20. Dezember 1911 in Kassel in der Provinz Hessen-Nassau geboren. Nach Schule und Gymnasium legte er seine Reifeprüfung in Liegnitz/Schlesien ab. Ab 1929 begann er ein Jura-Studium in Kiel, später in Breslau, wo er im Corps „Lusatia“ aktiv wurde. Schließlich beendete er sein Jura-Studium mit Examen in Marburg. Im Oktober 1933 wurde er Referendar in einer Kanzlei und im Juli 1934 Doktor jur.

Ein großes Hobby von Bruno Freiherr von Brackel war die Reiterei. Wann immer es seine Freizeit zuließ, befand er sich auf dem Rücken eines Pferdes. Auch aus diesem Grund trat er am 1. November 1934 als Einjährig-Freiwilliger beim Reiter-Regiment 7 in Breslau in die Wehrmacht ein. Es ist anzunehmen, daß er nach seinem Freiwilligenjahr wieder eine Arbeit als Jurist aufnahm. Am 1. September 1937 wurde er wieder einberufen, allerdings nach Eisenach, weil dort bereits 1935 aus Teilen des Reiter-Regiments 7 das Panzer-Regiment 2 gebildet wurde. Nun mußte der überzeugte Kavallerist auf Panzerkampfwagen umschulen.

Im Oktober 1937 wurde Freiherr von Brackel zusammen mit der 5. Kompanie des Panzer-Regiments 2 nach Sagan in Schlesien versetzt, wo das Panzer-Regiment 15 neu aufgestellt wurde. Am 1. Dezember 1937 zum Leutnant befördert, kam er als Zugführer des II. Zuges zur 6. Panzer-Kompanie.

Am 10. November 1938 wurde Brackel in den Stab der II. Abteilung des Panzer-Regiments 15 versetzt, wo er den Stabs-Panzerzug führte. Kommandeur der II. Abteilung war Major von Drabich-Waechter.

Im Herbst 1938 kam es zur Überführung der Panzer-Regimenter 15 und 31 in die Panzer-Brigade 8, die der im November 1938 neu aufgestellten schlesischen 5. Panzer-Division (PD) unterstellt wurde. Im Oktober 1938 rückte das Panzer-Regiment (PR) 15 im Sudetenland ein – und im März 1939 in die Tschechei, letzteres im Verband der 5. Panzer-Division.

Mit Beginn des Polenfeldzuges am 1. September 1939 durchbrach das Panzer-Regiment 15 die polnischen Grenzbefestigungen bei Rybnik und Pleß. In der Zeit vom 3. bis 9. September 1939 kämpfte die 5. PD. und mit ihr das PR 15 im Gebiet um Przemsza und an der Nida. Anschließend stieß das Regiment in das Gebiet nördlich der Weichsel bei Sandomierz vor – und verfolgte die zurückweichenden polnischen Truppen über die Weichsel und den San. Schon am 18. September 1939 schlug die 5. PD ihr letztes Gefecht in Polen bei Stryi. Ende September kehrte das PR 15 in seinen Heimatstandort Sagan zurück. Hier wurde Leutnant Freiherr von Brackel das am 23. September 1939 verliehene Eiserne Kreuz 2. Klasse überreicht. Mit dem PR 15 überschreitet er im Juni 1941 den Bug und geht mit seinem Panzer III in den Kampf…

Zusätzliche Informationen

Gewicht 56 g
Author: