Flieger – Heft 120

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C. Schwäbe

DNahaufklärer Bruhnke zur Stelle

Eine Nahaufklärer-Besatzung in Einsätzen während des Ostfeldzuges im Unternehmen „Brückenschlag“

64 Seiten

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Beschreibung

Flugzeugführer in einer Aufklärungsstaffel, ein Los, das bei keinem Flieger der deutschen Luftwaffe auf dem Wunschzettel stand. Wie ihre Vorbilder, die Fliegerasse Adolf Galland, Werner Mölders oder Hans-Joachim Marseille wollten sie zu den Jägern oder zu den Schlachtgeschwadern, dort fand der Kampf statt, dort wurde keine Post befördert, Aufklärung betrieben oder nach Stellungsräumen des Gegners gesucht. Die jungen Flugzeugführer suchten die Konfrontation, den Kampf mit dem Gegner, in modernen Bombern, Sturzkampf- oder Jagdflugzeugen.

Der Protagonist dieser Erzählung, Oberleutnant Bruhnke, war auch so ein Draufgänger, aber nicht von der Sorte übermütig oder todesverachtend. Er kannte die Schrecken des Krieges. Aber er war jemand, der sich in jeder noch so kritischen Situation zurechtzufinden wußte. Er war zur Stelle, wenn andere sich eine Sache nicht zutrauten, er nahm die Herausforderung, egal welcher Couleur, an. Sein Draufgängertum in den Kriegsjahren trieb so manchem Vorgesetzten Sorgenfalten auf die Stirn, seine Kameraden achteten sein fliegerisches Können. Aber er saß nicht in einer modernen Jagdmaschine, sondern als Aufklärer in eher wenig spektakulären Flugzeugen, über die keine Wochenschau berichtete. Taktische und strategische Aufklärung war seine Vorgabe, das Sammeln von Informationen über den Gegner – Truppenstärke, Standorte, Aufmarschräume.

Mit dem Mehrzweckflugzeug W 34 und dem Kurierflieger Fieseler „Storch“ flog Bruhnke Einsätze über Frankreich, die selbst den erfahrensten britischen Piloten zum Verzweifeln brachten, als der erkennen mußte, daß ein Fieseler „Storch“ ihn vom Himmel geholt hatte; mit dem Nahaufklärer von Henschel überraschte der Oberleutnant seine Gegner und seine Staffelkameraden bei Flugeinlagen zu Beginn des Rußlandfeldzuges; im weiteren Verlauf des Ostfeldzuges wurden er und sein Kamerad Unteroffizier Klaus Hohlwein als Nahaufklärerbesatzung einer Focke Wulf 189 in Nowgorod, Cholm, Demjansk und am Ilmensee eingesetzt. Auch hier gelangen Otto Bruhnke so manch Kabinettstückchen. Aber irgendwann hat es auch ihn getroffen, und er wurde abgeschossen. Er überlebte, und was dann weiter geschah, erzählen 20 Jahre später Jagdflieger Bernhard Jerger und Klaus Hohlwein, die ein außergewöhnlicher Umstand zusammengeführt hatte, in der Retrospektive.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 56 g
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